Können Quotenregelungen die Überlebenswahrscheinlichkeit senken?

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Ich gehe davon aus, dass in „Extrem“berufen, in welchen Schnellkraft, generelle Kraft und Ausdauer sowie geistige Hoch- und Höchstbegabung eine wesentliche Rolle spielen, Quotenregelungen kontraproduktiv und ungerecht sind und sich statistisch auf die Überlebenschancen des Einzelnen (Lawinenopfer, einzelne Soldaten in Spezialeinheiten usw.) negativ auswirken.

Stellen wir uns die Frage, wann ein gerechter Zustand für die Gesellschaft, die in einem Berufsfeld tätigen Gruppen, den Einzelnen und das etwaige Opfer erreicht ist. Wir sehen sehr schnell, dass ein gerechter Zustand dann erreicht ist, wenn alle, egal ob Mann oder Frau, dieselben Eingangstestungen – oder keine, jedoch dies scheint mir bei extremen Berufen nicht der Fall zu sein – durchlaufen müssen, um eingestellt zu werden.

Hier könnte man einwenden, dass, wenn es einen Pool an qualifizierteren Männern gebe, diese aber durch bestimmte politische Maßnahmen abgeschreckt werden würden bestimmte Berufe wahrzunehmen, dies ungerecht sei. Ich finde, der staatliche Eingriff mag zwar ungerecht sein und das brache gesellschaftliche Potential für die Gesellschaft nachteilig, als generelles Unrecht wäre dies in meinen Augen jedoch nicht zu bezeichnen. „Man kann, wenn man will, tut nicht, weil man nicht soll“ ist nicht als ungerecht zu werten.

Ungerecht für die Gesellschaft, die berufstätige Gruppe und für das mutmaßliche Opfer wird die Situation meines Erachtens dann, wenn es erstens zwar Eingangsbestimmungen/-testungen gibt, diese jedoch zwischen den Geschlechtern differieren oder zweitens Quotenregelungen vorgegeben werden.

Gibt es differierende Eingangsbestimmungen, wie beim österreichischen Bundesheer und wird somit verhindert, dass Männer, die zwar bessere Leistungen als Frauen, jedoch schlechtere als für ihr Geschlecht vorgesehene, erbringen, eingestellt werden können, dann ist dies für die Gesellschaft nachteilig und ungerecht – muss sie ja die Benachteiligungen tragen, wenn nicht die Besten an z.B. Katastropheneinsätzen teilnehmen -, ebenso für die einzelnen Männer und letztlich ungerecht und diskriminierend auch für die berufstätige Gruppe, da sie nicht die besten neuen Mitarbeiter erhält, was bestimmte Risikofaktoren erhöht.

Nicht nur für die Berufstätigen in Extrembereichen erhöht sich das Risiko sondern auch für mutmaßliche Opfer.

Dabei gilt:

Je höher die Quote desto geringer die Überlebenswahrscheinlichkeit.

Illustrieren wir dies kurz an einem Beispiel.

APA Meldung: Lawinenabgang in Salzburg – 100 Verschüttete – Eliteeinheiten stehen bereit

Nehmen wir an, es käme zu einem verheerenden Lawinenunglück, militärische Eliteeinheiten würden angefordert werden. Die höchste Überlebenswahrscheinlichkeit für den/die Verschütteten würde in diesem Fall – nur bezüglich der vorliegenden Variablen – bestehen, wenn die Gruppe (bei gleichen Eingangsbestimmungen für Männer und Frauen) nur aus Männern bestünde, es keine Quotenregelungen gebe und der Pool der geigneten Männer ausgeschöpft wäre oder wenn es (bei gleichen Eingangsbestimmungen für Männer und Frauen) keine Quotenregelungen geben würde, der Pool der geeigneten Männer ausgeschöpft wäre und die geeignetsten Frauen die leeren Stellen auffüllten. Überschneidungen sind möglich. Soll heißen, dass die besten Frauen sehr wohl weit vorne im Pool der besten Männer zu finden sein können und es sich somit nicht um ein Aufrücken, ein Auffüllen der leeren Stellen handelt. Sobald unterschiedliche Eingangsbestimmungen für diese Eliteeinheiten vorgegeben sind, wirkt sich dies statistisch nachteilig für die Verschütteten aus. Am Nachteiligsten bei Quotenregelungen.

Halten wir fest: Keine Quote! Wenn Eingangsbestimmungen, dann geschlechtsunabhängige.

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