Masku aus der Tonne

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Masku aus der Tonne

Masku sagt:

Wenn du die Wahl hast zwischen einer Beziehung zu einer Feministin und einem Leben in Einsamkeit, dann wähle die Freiheit!

Die Diskriminierung der Cissexuellen

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Fragt ihr euch jetzt was Cissexuelle denn eigentlich sind? Das tat ich auch als ich auf Christians Blog den aktuellen Artikel las, in welchem dieses Thema gestreift wird. Doch ich will nicht auf den Artikel sondern auf Folgendes hinaus:

Wenn es Cissexuelle gibt, also Menschen deren Geschlechtsidentität mit ihrem körperlichen Geschlecht übereinstimmt, dann können auch diese diskriminiert werden – ich meine hier die weit über 98% der Menschen, welche sich, in Einklang mit ihrer Biologie, als Mann oder Frau empfinden, für die die Bipolarität Mann und Frau gegeben ist, wie sie es in allen Kulturen und Religionen immer schon war (wenn wir die Matriarchatsbeispiele, von der Ausnahme auf die Regel zu schließen, einmal außen vor lassen wollen).

Eine Diskriminierung würde dann vorliegen, wenn beispielsweise um alte, stereotype Rollenbilder zu überwinden, nur mehr Männer am Herd und Frauen in der Werkstatt – das klassische Beispiel – gezeigt würden. Wenn es sexuelle Minderheiten und/oder Frauen diskriminiert, wenn Stereotype über Werbung und Gesellschaft transportiert werden, dann diskriminiert es im Umkehrschluss die Cissexuellen, wenn solche Realitäten! überhaupt nicht mehr transportiert werden – vorausgesetzt, dass es überhaupt eine Diskriminierung für (gleichgeschlechtlich orientierte) Frauen darstellt, sie in traditionellen Rollenbildern zu zeigen.

Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass frühkindliches Spielverhalten auch auf biologisch-hormonelle Faktoren rückführbar ist. So zeigt sich z.B. bei Frau-zu-Mann Transsexuellen Folgendes:

Die prä-/perinatale Hyperandrogenämie beeinflußt zunächst das Verhalten in der Kindheit (Spielverhalten, Spielzeug- und Freundeswahl) in Richtung auf jungentypische Stereotype. Dies kann entweder direkt durch die Beeinflussung bestimmter (hypothalamischer?) Hirnareale, oder aber – was uns wahrscheinlicher erscheint – indirekt über die Beeinflussung von Vigilanz, Temperament und Motorik des Kindes erfolgen. Das (hormonell prädisponierte) Verhalten und die daraus resultierende Anmutung als „mehr den Jungen ähnlich“ haben einen selbstverstärkenden Effekt auf die männliche Identifikation im Sinne eines „Wohlfühlens in der Jungenrolle“, der wiederum verstärkt wird durch das Verhalten von Peer-Group und Vater, die das Kind (unbewußt) als „jungenhaft“ behandeln. Gestörte Vater- Mutter-Kind- Interaktionen dürften diesen Prozess befördert haben, und sei es nur, indem sie stützende Rahmenbedingungen für die notwendige Rollen-Selbstkategorisierung verunmöglichten.

Bosinski: Determinanten der Geschlechtsidentität. Neue Befunde zu einem alten Streit, in: Sexuologie 7 (2/3) 2000: 131

Dies gilt natürlich auch für CIS-Sexuelle. Bei Cissexuellen Männern und im Rückschluss auch bei cissexuellen Frauen. Jungen spielen nun einmal eher mit Autos, Mädchen mit Puppen – eine biologische Mitursächlichkeit für diese alltägliche Behauptung akzeptieren nun auch die Feministinnen.

Wenn, wie hinlänglich bekannt, schon Babies und Kleinkinder stereotypes Verhalten (dies auch bei unseren „Verwandten“, den Menschenaffen vorgefunden werden kann) zeigen –

Voraussetzung für den Erwerb solcher – das Verhalten mitbestimmender – Geschlechtsrollenvorstellungen ist zunächst, dass das Kind sich als Mitglied der Geschlechtergruppe, für die diese Rollenerwartungen gilt, begreift, d.h. um seine eigene Geschlechtszugehörigkeit (als Junge oder Mädchen) weiß. Dies Wissen scheint schon vor dem 18. Lebensmonat vorhanden zu sein. So zeigen Jungen und Mädchen bereits im Säuglingsalter differente Reaktionen, je nachdem, ob sich ihnen ein Mann oder eine Frau zuwandte. Im Alter von dreieinhalb Jahren wußten alle Kinder einer von uns hierzu untersuchten Kindergruppe (Bosinski 1992) auch, dass sie später einmal ein Mann bzw. eine Frau sein würden.

Bosinski:Ibid., 113

 – und Geschlechtsidentität bereits im Säuglingsalter (prä)disponiert bzw. dann im Kleinkindalter (vor)fixiert ist, dann wäre es diskriminierend, Jungen in der Werbung keine Männer mehr in damit assozierten Berufen zu zeigen. Die Folge wären innerpsychische Konflikte: „Ich bin männlich aber nur Frauen interessieren sich für Werkzeug, was ist falsch mit mir?“ Ungeachtet dessen, dass die Abbildung in der Werbung so langsam nichts mehr mit der Realität zu tun hat.

Eine Entkoppelung von biologischem und sozialem Geschlecht scheint sowieso nicht möglich zu sein, wie Bosinski festhält:

„Kultur und Natur“, „Anlage und Erziehung“ sind einander nicht ausschließende, sondern vielmehr notwendig ergänzende und bedingende Mechanismen. Diese Interaktion von Natur und Kultur beginnt bereits vorgeburtlich: Stammesgeschichtlich Angepaßtes, evolutionär Überkommenes wird als genetisch Codiertes bereits pränatal strukturell und/ oder funktionell – schon im Wechselspiel mit der „inneren Umwelt“ des Föten, den intrauterinen Bedingungen – umgesetzt, nicht zuletzt durch die organisierende Wirkung von Hormonen auf das sich entwickelnde Gehirn. Postnatal beeinflußt das Kind von Anfang an durch sein So-Sein und -Handeln, seine Vigilanz, seine Expressibilität und seine Temperamenttönung – welche zunächst weitgehend den angesprochenen Prädispositionen folgen – die Reaktion und Verhaltensweisen seiner sozialen Umwelt (Eltern, peergroup usw.).

Bosinski, 132

Somit ergibt sich, dass eine Kategorisierung des Normalen dazu führt, die Brüssel’sche Gleichstellungspolitik basal in Frage zu stellen, wenngleich ich in Hinblick auf die erwähnte „Kategorisierung des Normalen“ durch Sexualwissenschafter bzw. mit sexualwissenschaftlichen Fragestellungen betrauten Wissenschafter in der Regel nicht viel halte. Viel zu oft ist in ihren Arbeiten eine Bias, welche mit dem eigenen Sexualverhalten – z.B. Professor Kentler (gest. 2008), nach Schwarzer „selbst bekennender Pädophiler„, lediger Vater dreier Adoptivsöhne und Mitglied in der Humanistischen Union – und der damit einhergehenden Weltanschauung korreliert, erkennbar. So verteidigt ua. auch der Sexualwissenschafter Sigusch nach Meinung von Dipl.-Psychologe Kratz, Vorstand des Berliner Institut für Faschismus-Forschung und Antifaschistische Aktion,  Magnus Hirschfeld, wie er festhält:

Der Grund für Sigusch Unvermögen, eine „Sexualwissenschaft“, die aus Rassenhygiene und Eugenik entstand und deren Ziel nicht sexuelle Emanzipation, sondern die Höherzüchtung des Volkes war, adäquat einzuordnen und zu kritisieren, liegt wohl vor allem darin, dass er ihr nicht mit antifaschistischen Kategorien und nicht mit einem antifaschistischen Grundverständnis der Gesellschaft begegnet, obwohl er behauptet, von Adorno her zu kommen.

Ein Tipp: Männerarzt oder Psychologe

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Ich habe eine Mail von M. aus Oberösterreich erhalten. Darin stellt er mir die Frage, an welche Beratungsstelle man sich als junger Mann denn noch wenden kann. Nun, ich persönlich würde, wenn ich ein Gespräch mit einem Fachmann anstrebte, zu einem Männerarzt gehen. Ob du nun im Schnitt 90 Euro für 50 Minuten Beratung bei einem Psychologen/Psychotherapeuten lässt oder bei einem Mediziner erscheint mir erst einmal nicht von Relevanz zu sein. Von Relevanz allerdings ist zum einen, dass die meisten Psychologen/Psychotherapeuten „geisteswissenschaftliche“ Ansätze und „Gender Mainstreaming, Gleichstellung“, wohingegen Mediziner eher naturwissenschaftliche Ansätze pflegen. Zum anderen sollte man sich vor Augen führen, dass sich der Anteil Psychotherapeut zu Psychotherapeutin in den letzten Jahren dramatisch zu ungunsten der Männer verschoben hat.

Wenn man beispielsweise auf das Portal psyonline.at geht und nach Therapeuten in Oberösterreich sucht erhält man 212 Ergebnisse. Wenn man nach Therapeutinnen sucht erhält man einen Output von 416 (abgerufen am 04. November) – das bedeutet 66% Frauen. Tendenz, so weit mir die Zahlen bekannt sind, steigend. Dafür spricht auch die Ausbildungsstatistik: Psychotherapie, Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie aus dem Jahr 2010, abrufbar auf der Webpräsenz des österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie, hier. Die Grafik auf Seite 11 zeigt deutlich, wie übermächtig der Anteil der Frauen bereits ist.

Ein anderes Portal, psychologen.at, liefert ein ähnliches Bild. Für Oberösterreich werden 86 Psychologen und 194 Psychologinnen aufgeführt – das sind 69 % Frauen.

Diese Gründe sprechen für mich dafür, einen Mediziner aufzusuchen. Für Oberösterreich kann ich dir, lieber M. den Allgemein- und Sexualmediziner Dr. Georg Pfau empfehlen.

Er pflegt folgenden Ansatz:

Mein Interesse gilt den Anliegen der Männer.

Männer haben ihren geschlechtstypischen Körperbau, ihre eigene Denkweise, ihre typischen Verhaltensmuster, ihre eigene Psyche und: leider auch eine ganze Menge von typischen Erkrankungen.

Sie haben ihre eigenen Vorlieben und auch Vorstellungen von der Liebe und vom Leben und die heutige Generation von Männern muß sich zudem in einer Welt behaupten, in  der die den Männern eigenen Tugenden gegen den ursprünglichen Willen der Evolution ins Gegenteil verkehrt werden. Es ist nicht das Ziel von „Gendermedizinern“, die biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu leugnen; ganz im Gegenteil, wir wollen sie aufzeigen und dafür um Verständnis bitten. Denn Männer (und Frauen) haben das Recht, in ihren Besonderheiten, ihrer Sexualität und ihrer Geschlechtsrolle akzeptiert zu sein. Dies entscheidet über das Gelingen der Partnerschaften und des Lebens an sich. Nur starke Männer und starke Frauen sind in der Lage tragfähige Partnerschaften zu begründen. Das Wechselspiel zwischen den Geschlechtern ist das Salz in der Suppe des Lebens. Und darauf wollen wir doch nicht verzichten.

Die ökonomische und politische Gleichstellung von Männern und Frauen ist selbstverständlich mit aller Energie zu betreiben. Dies ist aber nicht Aufgabe des Mediziners, sondern des Politikers.


Nun ja, zum Thema „Gleichstellung“ sollte Herr Pfau noch recherchieren. Mir scheint der letzte Absatz ein Zugeständnis an den Zeitgeist zu sein.

Ungeachtet dessen finde ich es sehr wichtig, dass Männerärzte für die Anliegen der Jungen und Männer eintreten – von „Psycholog_innen“ höre ich dazu nichts.

Gewollte Sprachverwirrung

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Nehmen wir einmal an, ich hätte ein bestimmtes Interesse daran, Gesetze in eine bestimmte Richtung hin zu verändern, wüsste aber, dass die Bevölkerung meiner Anschauung nicht folgt. Um deren Stimmen zu bekommen, müsste ich meine Botschaft so hinter den Unzulänglichkeiten der Sprache verstecken, dass die Bevölkerung die Aussagen zumindest wohlwollend interpretieren kann. Würde ich zudem noch einer Partei angehören, welche über ihr Programm in anderen, nicht minder wichtigen Bereichen – Wirtschaft, Soziales, Arbeitsmarkt – den Großteil der Wählerschaft lukriert, wäre es wohl noch einfacher, meine Anschauung auf dem Rücken der Wähler umzusetzen. Das glaubt ihr nicht? Ich gebe ein Beispiel.

In der sogenannten Südtirol-Frage vertreten konservative Kreise die Meinung, dass Südtirol zu Österreich gehört – immer noch. Die Politik denkt aber nicht im Traum daran, hier eine Volksbefragung durchzuführen. Man beschwichtigt die Kreise damit, dass man von einer „Europaregion Tirol“ spricht. Die Konservativen sehen darin eine Verbindung der Regionen, die Intelligenten erkennen, dass Südtirol bei Italien bleiben wird, deren Gesetzgebung unterworfen und die ganz Intelligenten sehen, dass Brüssel mittel- bis langfristig die Nationalstaaten zur Gänze abschaffen will.

Immer noch unklar? Ok, noch ein Beispiel:

Pädophilenverbände sind sehr erpicht darauf für Kinderrechte einzutreten. Kinderrechte würden jedoch auch das Recht auf die eigene Sexualität beinhalten. Jedenfalls nachdem die Gerichte den ersten Klagen diesbezüglich zugestimmt hätten. „Das Recht auf die eigene Sexualität“ würde dann aber auch bedeuten, dass es bei pädosexuellen Übergriffen – die dann vermutlich nicht mehr so heißen würden – in der Regel keine Handhabe mehr gäbe, da die meisten Kinder im privaten und sozialen Umfeld natürlich zu ihrem Vater, ihrer Mutter, ihrem Onkel hielten. Soll heißen, sie haben das Recht darauf, notfalls durch den Staat umsetzbar. Das wissen die Eltern aber nicht, die jetzt verstärkt für die Implementierung von Kinderrechten als erweiterter „Schutz“ VOR pädosexuellen Übergriffen eintreten.

Immer noch nicht klar? Dann lasse ich Texte der EU für sich sprechen:

ENTWURF EINES BERICHTS über Gender Mainstreaming in der Arbeit des Europäischen Parlaments (2011/2151(INI)) Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter

Begründung, 9:

Letztendliches Ziel des Gender Mainstreaming ist es, den Charakter und die Einrichtungen der Leitkultur zu veranlassen, verstärkt über die Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen der gesamten Gesellschaft, sowohl der Männer als auch der Frauen, nachzudenken. Unter Gender Mainstreaming kann man verstehen, dass das Problem der Geschlechterneutralität von Institutionen hinterfragt wird, da sie durch interne Vermutungen, Arbeitsverfahren und Aktivitäten die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen wiederholen und zu ihr beitragen können.

Die Studie: „Geschlechterunterschiede bei Bildungsresultaten: Derzeitige Situation und aktuelle Maßnahmen in Europa“ aus dem Jahr 2009 – mit einem Vorwort von Androulla Vassiliou, zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend.

Aus dem Glossar:

Gender Mainstreaming (allgemeine Strategie zur durchgehenden Berücksichtigung der Gleichstellungsfrage): Gender Mainstreaming besteht in der (Re-) Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluation der Entscheidungsprozesse, mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten Akteurinnen und Akteure den Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen (Europarat 2007).

Erkennt ihr den Unterschied zwischen: zu veranlassen, verstärkt nachzudenken und mit dem Ziel, Gleichstellung ein(zu)nehmen?

Nach dem Motto: Du kannst gern darüber nachdenken, wenn du damit fertig bist, tust du was ich sage!

Jetzt hat sich hier „Gleichstellung“ eingeschlichen. Ganz unbemerkt, still und leise. Sehen wir noch einmal in den Glossar, merken wir, dass der Begriff „Gleichstellung“ gar nicht aufgelistet ist – komisch eigentlich, für einen Text, in welchem dieser Begriff auf den ersten 58 Seiten 100 mal verwendet wird.

Interessant ist trotzdem die Definition, wie sie auf den Seiten 57ff niedergeschreiben steht.

Wie wir in Kapitel 1 bereits gesehen haben, gibt es unterschiedliche Auffassungen und Definitionen des Begriffs der Gleichstellung und insbesondere der Gleichstellung der Geschlechter. Auch die Rechtsrahmen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bezugnahme auf diesen Begriff. „Gleichstellung der Geschlechter“ wird hier meist verstanden als „Gleichbehandlung“ oder „Chancengleichheit“ von Frauen und Männern, während „Gleichstellung der Geschlechter“ im Sinne von gleichen Startchancen in Bezug auf Bildungsresultate bzw. die Verwirklichung des allgemeinen Potenzials weniger häufig explizit als Ziel von Rechtsvorschriften genannt wird. Wie in Kapitel 1 dargelegt, kann das Zugrundelegen einer Genderperspektive – auch als “Gender Mainstreaming“ bezeichnet – bei der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften als wirksame Strategie zur Umsetzung dieser zuletzt genannten Gleichstellung der Geschlechter gesehen werden.

Ohne hier vorgreifen zu wollen, behalten wir „Gleichstellung der Geschlechter“ im Sinne von gleichen Startchancen in Bezug auf Bildungsresultate bzw. die Verwirklichung des allgemeinen Potenzials weniger häufig explizit als Ziel von Rechtsvorschriften genannt wird“ im Gedächtnis. Sehen wir weiter:

Die drei Hauptmodelle in Bezug auf die Definition der bildungsbezogenen Gleichstellung der Geschlechter in Rechtsvorschriften werden nun nacheinander besprochen. …

Im ersten Modell, dem Modell allgemeine Gleichbehandlung und Chancengleichheit, bilden allgemeine Antidiskriminierungsbestimmungen betreffend die Gleichbehandlung von und die Chancengleichheit für Frauen und Männer die gesetzliche Grundlage für die Gleichstellung der Geschlechter im Bildungswesen. Antidiskriminierungsbestimmungen können entweder in Form eines eigenständigen Antidiskriminierungsgesetzes festgelegt werden oder aber als Bestandteil anderer Gesetze (in der Regel des Arbeitsrechts). Der Bildungsbereich wird in der Regel – außer in Dänemark und in Italien – als ein Bereich genannt, in dem solche spezifischen Antidiskriminierungsvorschriften vorhanden sind. In diesem Modell ist das Ziel der Geschlechtergleichstellung jedoch in den bereichsspezifischen Rechtsvorschriften wie z. B. den Bildungsgesetzen nicht verankert. Das bedeutet, dass die jeweiligen Bildungsgesetze – selbst wenn sie die Gleichstellung als ein Bildungsziel definieren – das Ziel der Geschlechtergleichstellung nicht explizit erwähnen. Außerdem kann zwar das Ziel einer Überarbeitung und Reform der Rechtsvorschriften (nicht der politischen Strategien oder Programme, die in Abschnitt 3.2 untersucht wurden) aus einer Genderperspektive gegeben sein, doch wird es in diesen Staaten nicht durchgreifend und systematisch angewandt. Dieses Modell beschreibt die Situation in Belgien (Flämische und Französische Gemeinschaft), Dänemark, Estland, Italien, Zypern, Ungarn, Lettland, den Niederlanden und Polen am besten. Im speziellen Fall von Lettland werden, außer den Antidiskriminierungsvorschriften im Arbeitsgesetzbuch, im Prinzip alle Rechtsvorschriften aus einer genderbezogenen Perspektive überarbeitet.

Das zweite Modell wird zusammengefasst unter Gleichbehandlung und Chancengleichheit in der Bildung. In diesem Modell bestehen spezifische Rechtsvorschriften zum Thema Gleichbehandlung und Chancengleichheit für Frauen und Männer, in denen das Bildungswesen genannt wird. Außerdem enthalten die Bildungsgesetze spezifische Bezugnahmen auf die Genderthematik hinsichtlich der Ziele Gleichbehandlung und Chancengleichheit (oder „Gleichberechtigung“). Damit sind in den gesetzlichen Regelungen unter Umständen bestimmte bildungsspezifische Aspekte der Geschlechtergleichstellung abgedeckt. Doch wird in diesem Modell die Gleichstellung der Geschlechter als ein Ziel des Bildungssystems nicht ergebnisorientiert formuliert. Zwar zielen die  Bildungsgesetze in diesem Fall auf den gleichberechtigten Zugang und die Gleichbehandlung aller Schüler im Bildungswesen ab, enthalten aber keine speziellen Vorgaben zur Rolle der Bildung im Entgegenwirken von Ungleichheiten in der Gesellschaft insgesamt. Auch scheinen die Rechtsvorschriften in diesem Fall nur in begrenztem Maß aus einer Genderperspektive überprüft zu werden. Dieses Modell ist anzutreffen in Griechenland, Litauen, Portugal, Rumänien und in der Slowakei.

Das dritte Modell schließlich zeichnet sich aus durch die aktive Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in der Bildung. In diesem Modell finden zum einen im Bildungsbereich spezifische Antidiskriminierungsbestimmungen Anwendung, zum anderen ist die Gleichstellung der Geschlechter aber auch ein Ziel des Bildungssystems. Damit beinhaltet die Gleichstellung der Geschlechter hier nicht nur die Aspekte Gleichbehandlung und Chancengleichheit, sondern in den Bildungsgesetzen wird die Gleichstellung der Geschlechter auch als ein Bildungsziel und damit die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter als ein Ergebnis von Bildung, also als Bildungsresultat definiert.

Bitte raufscrollen! Aus dem schwammigen „Gleichstellung der Geschlechter als gleiche Startchancen im Bezug auf Bildungsresultate“ wird „Gleichstellung der Geschlechter als Bildungsziel, die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter als Bildungsresultat“.

Wir sehen, wo das Problem liegt. Die Forderung nach Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Gleichberechtigung wird wohl von den allermeisten Menschen unterstützt, die meisten Regierungen handeln (noch) nach diesen Postulaten. „Gleichstellung der Geschlechter“ wird in diesem, bewußt falsch im feministischen Sinne propagiert. Das glaubt ihr doch noch nicht so recht? Dann sehen wir weiter.

In Punkt 7.1: Die Feminisierung des Lehrerinnenberufs (Warum eigentlich Lehrerinnenberufs? Der Lehrerberuf ist auf den Genus bezogen. Feminisiert man einen Terminus „Lehrerinnen“ der sowieso schon auf den Sexus bezogen ist, was bringt das, außer der Umsetzung, der feministischen Forderung danach, dem Genus nach maskuline Endungen gezielt zu entfernen: LehrerLehrerinnen und LehrerLehrer_innen) wird zwar zugegeben, festgestellt, dass die überwiegende Mehrzahl der Lehrpersonen im Primar- und Sekundar(I)bereich (meist Ende der Schulpflicht) weiblich sind – 52 bis 86% -, für den Sekundar(II)bereich allerdings nur Folgendes, festgehalten:

Auf der ISCED-Stufe 3 [entspr. Sekundarbereich(II), im Regelfall bis zur Matura, terminatus] sind die Anteile von Frauen und Männern im Verhältnis zu den anderen Bildungsebenen insgesamt relativ ausgewogen. In 11 Staaten (von insgesamt 31 untersuchten Staaten) variiert der Anteil der weiblichen Lehrpersonen hier zwischen 45 und 56 %.

Man sieht, wenn man die Statistik durchgeht, dass hier zugunsten der weiblichen Lehrkräfte Propaganda betrieben wird. Sehen wir uns die dazu gehörende Statistik an:

Nehmen wir den Schnitt der 30! nicht 31 Staaten, ergibt sich ein Prozentsatz der Lehrerinnen am Gesamt-Lehrkörper von 58,5%. Man könnte auch sagen: In 15 Staaten ist der Anteil der weiblichen Lehrpersonen über 60%.

Dass im Weiteren nur die „Nicht-Femisierung“ des Hochschulbereichs beklagt wird und auf Seite 130 die Misere mit den männlichen Lehrkräften umgedeutet und relativiert wird –

Zu den potenziellen Vorteilen eines höheren Anteils von männlichen Lehrpersonen in der Schule: es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass sich eine ausgewogenere Geschlechterverteilung im Sinne einer zahlenmäßig ausgewogenen Beteiligung von Männern und Frauen am Lehrpersonal der Schulen positiv auf die Schülerleistungen auswirken würde. Nur (weibliche und männliche) Lehrpersonen, die sowohl ihre eigenen Geschlechterrollen als auch die ihrer Schüler kritisch in Frage stellen, könnten hier tatsächlich auch Veränderungen bewirken (DCSF 2008). Die wissenschaftliche Forschung kritisiert den aktuellen Trend in der bildungspolitischen Debatte, zu unterstellen, die „Feminisierung“ des Lehrerberufs ginge mit einer Bevorteilung der Mädchen in der Bildung einher oder wäre letztlich für das Underachievement von Jungen verantwortlich zu machen (Skelton 2002). Die Tatsache, dass der Lehrerberuf – insbesondere auf der Ebene der Elementar- und Primarbildung – als „Frauenberuf“ gehandelt wird, bedeutet in der Regel jedoch, dass der Beruf einen geringen Status und relativ wenig Anerkennung genießt, was sich auch in den Gehalts- und Beförderungsbedingungen zeigt (Mills u. a. 2004).

– überrascht nicht wirklich. Schlussendlich interessant bleibt die Definition von sexueller Belästigung aus dem Glossar, Seite 136:

Sexuelle Belästigung: Wenn ein geschlechtsbezogenes Verhalten die Verletzung der Würde einer Person oder die Schaffung eines durch Einschüchterungen, Anfeindungen, Herabsetzungen, Demütigungen, Beleidigungen oder Verstörungen geprägten Umfelds bezweckt oder bewirkt (Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2002, S. 17).

Also Jungs, wenn ihr in eurem geschlechtsbezogenen Verhalten die Schaffung eines durch Beleidigung geprägten Umfelds bezweckt – was immer das sein soll – dann habt ihr die Mädls sexuell belästigt. Niemals nicht sagen: Ihr seid Mädchen, ihr könnt das nicht!

Wir sind auf dem besten Wege zum Zentralstaat und wissen es nicht, wundern uns nur immer öfter, wie komisch, kafkaesk die Welt um uns herum doch in den letzten Jahren geworden ist. Das darf man nicht mehr sagen, das darf man nicht mehr tun – was ist nur los?

Pi-Sport – 150 Nachkomma Stellen

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Seit mehr als einem Jahr beschäftige ich mich nebenher, quasi als Ausgleich, mit dem Pi-Sport. Unten findet ihr den Link zu einem Video, in welchem ich die ersten 150 Nachkommastellen aus dem Gedächtnis niederschreibe.

3.

1 4 1 5 9 2 6 5 3 5 8 9 7 9 3 2 3 8 4 6 2 6 4 3 3
8 3 2 7 9 5 0 2 8 8 4 1 9 7 1 6 9 3 9 9 3 7 5 1 0
5 8 2 0 9 7 4 9 4 4 5 9 2 3 0 7 8 1 6 4 0 6 2 8 6
2 0 8 9 9 8 6 2 8 0 3 4 8 2 5 3 4 2 1 1 7 0 6 7 9

8 2 1 4 8 0 8 6 5 1 3 2 8 2 3 0 6 6 4 7 0 9 3 8 4
4 6 0 9 5 5 0 5 8 2 2 3 1 7 2 5 3 5 9 4 0 8 1 2 8

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Zeit: 75 Sekunden (0:10-1:25)

Für Interessierte: pibel.de