Monat: April 2012

Eine sehr kurze Geschichte

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Alle Geschichten beginnen mit? Richtig! Sie beginnen mit: Es war einmal … So auch diese.

Es war einmal eine Gesellschaft, in welcher sich eine Gruppe unwohl fühlte. Diese Gruppe meinte, dass eine andere Gruppe über das Kapital, die politische Macht verfüge und weltweit die politischen Ereignisse, einer Verschwörung gleich, zu Ungunsten der eigenen Gruppe lenke. Darum beschloss diese Gruppe dies nicht mehr hinzunehmen, auf „legalem“ Wege eine Änderung herbeizuführen. Es gelang ihr in entscheidende Positionen des gesellschaftlichen Lebens, in Politik und Kultur vorzudringen. So war es mit der Zeit möglich, die andere Gruppe über Werbung und Medien „schlecht“ zu machen, sogar die Gesetze dahingehend zu ändern, dass die Rechte der anderen Gruppe kontinuierlich untergraben, abgebaut wurden. Und dann, dann …

Nein, es kam nicht der Krieg. Wir befinden uns nicht zwangsläufig in Deutschland, wir befinden uns nicht im Jahre 1939, …

… wir befinden uns in einem beliebigen, westlich geprägten Land im Jahre 2012.

Heinisch-Hosek ohne Argumente

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In der aktuellen Ausgabe von profil wird die uns allseits bekannte Lohnlüge gnadenlos aufgedeckt. „Unserer“ Frauenministerin, Gabriele Heinisch-Hosek – richtig gelesen, ohne Bakk. oder Mag., ohne Dr. – ist dies einen Leserbrief als Entgegnung wert.

Gegenargumente sind in diesem Leserbrief nicht enthalten.

Behauptung:
– Korrekte Zahlen der Statistik Austria falsch widergegeben

Belege:
Keine

Behauptung:
– Zusammenhänge und Schlussfolgerungen sind meist abenteuerlich konstruiert, um nicht zu sagen fahrlässig getätigt

Belege:
Keine

Behauptung:
– Mangelnde Inhaltsschwere

Belege:
Keine

Behauptung:
– Keine vertiefte Recherche

Belege:
Keine

Behauptung:
– 35 Chefredakteure namhafter Medien machen sich in Deutschland für die Quote stark

Widerlegung:
Ihre Namen und Funktionen aus pro-quote.de:

1. Fred Grimm, Autor
2. Holger Stark, Leiter Deutschland-Ressort Berlin beim Spiegel
3. Oliver Steinbach, Eltern, stellvertretender Chefredakteur
4. Wolfgang Michal, Autor
5. Thomas Hallet, Abteilungsleiter Wissenschaft Fernsehen, WDR
6. Dr. Vasco Boenisch, Referent Programmbereich Kultur und Wissenschaft WDR Fernsehen; freier Autor Süddeutsche Zeitung
7. Andreas Wolfers, Leiter der Henri-Nannen-Journalistenschule
8. Benno Stieber, freier Journalist, Vorsitzender Freischreiber e.V.
9. Jens Lubbadeh, Redakteur beim Greenpeace Magazin
10. Dr. Martin Kessler, Rheinische Post, leitender Redakteur Politik
11. Henning Hönicke, Redakteur bei Brigitte.de
12. Matthias Thiele, freier Journalist
13. Claus Hesseling, TV-Autor
14. Dietmar Pieper, Der Spiegel, Ressortleiter Sonderthemen
15. Heiner Müller, Chefreporter Bayern beim Bayerischen Rundfunk
16. Georg Lolos, TV-Journalist
17. Sascha Dörfler, Volontär Evangelische Journalistenschule
18. Felix Berth, Deutsches Jugendinstitut, zuvor: Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung
19. Alan Posener, Welt-Gruppe, Korrespondent für Politik und Gesellschaft
20. Henning Stegelmann, Synchronbuchautor & -regisseur
21. Dirk Höber, technischer Redakteur
22. Markus Pfalzgraf, Journalist
23. Andreas Bohl, Journalist
24. Michael Schiner, ???
25. Wolfgang Höbel, Autor beim Spiegel
26. Manfred Ertel, Redakteur Spiegel
27. Dr. Frank Ochmann, Reporter beim Stern
28. Ulli Tückmantel, Ressortleiter Report bei der Rheinischen Post
29. Ranga Yogeshwar, ARD, Buchautor und Moderator
30. Jörg Schönenborn, Chefredakteur Fernsehen, Westdeutscher Rundfunk
31. Sascha Lobo, Autor und Blogger
32. Peter Praschl, Autor
33. Michael Jürgs, Autor
34. Thomas Kerstan, Ressortleiter Chancen bei DIE ZEIT
35. Matthias Lohre, Politischer Reporter bei der taz, die tageszeitung

So funktioniert feministische Propaganda!

Ps. Danke Manifold für den Link!

Mit was sich Maskulisten rumschlagen – ein Beispiel

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Ich bin es ja gewohnt, dass meine Kommentarfunktion von Feministinnen zugemüllt wird. Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Heute möchte ich euch einmal ein Beispiel geben.

Ab in den Papierkorb damit, wo dieser Müll hingehört. Ein Tipp am Rande, liebe Melly, wenn du schon meinst mich beleidigen zu können, dann chatte doch bitte über einen Anonymisierungsdienst und nicht über eine dynamische von Vodafone.

Dörfer sterben – Schuld daran ist der Mann

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Gehen die Frauen, stirbt das Land – so heißt ein neuer Artikel (24-25) in der Kronen Zeitung. Darin ergießt sich die Weisheit – Frauen sind der Kitt, der die Dorf-Gesellschaft zusammenhält – von Frau DI Dr. Gerlind Weber, ihres Zeichens Professorin am Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung an der BOKU Wien, über den Leser. Die Journalistin, Ingrid Altermann, stimmt ebenfalls mit ein in den Abgesang des konservativen, ruralen Mannes.

„Die Frauen trachten nach guter Ausbildung, Arbeitsplätzen, Wohlstand, Selbstständigkeit, Kinderbetreuung, Unterhaltung. Während die gleichaltrigen Männer viel mehr im Dorfverband verwurzelt sind“, wird die „Expertin“ zitiert. Man ist geneigt zu konkludieren: Diese „Deppen“ aber auch, wie kann man sich nur in das ländliche Kulturleben einbringen, die Infrastruktur (Freiwillige Feuerwehren etc.) erhalten wollen. Das geht gar nicht. Außerdem, so liest man weiter, sind Männer „oft“ schlechter ausgebildet als Frauen. Dumm, heterosexuell, konservativ, vom Land … Was folgt daraus? Richtig: Männlich!

Interessant ist eine weitere, sich aufdrängende Konklusion der „Expertin“. Sie meint nämlich, dass weniger Frauen auch weniger Kinder zur Folge hätten. Das würde folglich bedeuten, dass in der Stadt, wo mehr Frauen, auch mehr Kinder vorzufinden sind. Welch‘ Erkenntnis. Doch ist die unterschwellig transportierte Botschaft, das mitschwingende „gut-ausgebildete Frauen, die sich um Kinderbetreuung sorgen“ ebenfalls in sich schlüssig? Sind es denn wirklich die Akademikerinnen, die hier die „Wurst fett“ machen, wie die doofen Männer vom Land sagen oder spielen die abgewanderten Akademikerinnen, die mittlerweile zu über 40% kinderlos bleiben, letztlich auch in der Stadt keine oder nur eine untergeordnete Rolle? Ich bin geneigt, dies zu glauben. Zumal man mittlerweile davon ausgeht, zumindest als Non-Feminist, dass diese Kinderlosigkeit großteils gewollt ist. Die Soziologin Mariella Hager stellt in einer Studie fest:

Nach Reinhardt (2003: 12) wird der Anteil der Frauen, die sich bewusst gegen eigenen Nachwuchs entscheiden, immer größer. Etwa jede dritte Frau in Deutschland bleibt gewollt kinderlos, unter Akademikerinnen liegt die Rate noch höher, nämlich bei etwa 40 Prozent. All diese Frauen verbinden Selbstverwirklichung, die Suche nach der eigenen Identität und nach Glück nicht mit Mutterschaft. Ein bewusstes Leben ohne Kinder ist also unter AkademikerInnen stärker als in anderen Gesellschaftsgruppen verbreitet. Es muss vermutete werden, dass höhere Bildungsabschlüsse mit geringerer Kinderanzahl korrelieren.

Hager: Kinderwunschlos glücklich? Gewollt kinderlose Akademikerinnen. Eine qualitative empirische Studie zu Lebenssituation und Zukunftsplanung österreichischer Akademikerinnen, LIT 2006, 19.

Die Schuldfrage, wie sie sich aufdrängt, wird bei der „Expertin“ – wie immer – nicht über die Frauen, nein, sie sind ja gut-ausgebildet, sondern gänzlich über die Männer einer Lösung zugeführt. Dass gut-ausgebildete Frauen im Schnitt weniger Kinder haben, haben wollen, dass es ohne Migration keinen Bevölkerungszuwachs geben würde (Fertilitätsrate 1,41/2006) spielt scheinbar im omnipräsenten Opferkult keine Rolle, wird zeitgeistig intellektuell nicht einmal erfasst.

Ich bin froh, dass Frau Professor Weber keine „Gender-Forscherin“ ist, denn dann wären die „Lösungsvorschläge“ wohl noch rabiater. Ich denke da an Gendersensibilitätstraining am Land usw. usf. So plädiert sie u.a. „nur“ dafür, manche! Gemeinden aufzulösen.

Altermann beschließt den Artikel, indem sie auf die Betroffene!, die 28-jährige Cornelia B. verweist. Die arme Frau musste ihre Heimat verlassen, weil es ihr da zu „eng“ geworden ist. Sie, die erfolgreiche Frau, ist jetzt Flugbegleiterin und chattet nach „Paris, London und Venedig“, statt: „Mistelbach, Laa oder Hollabrunn“.

Ja, „gehen die Frauen, stirbt das Land!“