Monat: März 2012

Krieg der Knöpfe

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In den letzten Tagen habe ich einige Mails bekommen, in denen ich aufgefordert wurde, mich mit der linken Männerrechtsbewegung auszusöhnen. Ein gewisser Bertram meinte gar, Arne – seine Diktion, nicht meine – und ich, wir kämen doch beide vom Land, dort wäre der Umgangston bekanntlich etwas rauer also sollte ich mich doch nicht so haben, außerdem ginge es auch um die Jungen.

Es stimmt, es geht zwar nicht nur aber eben auch um Jungenpolitik. Daher habe ich mir überlegt, ob wir nicht unseren „Krieg der Knöpfe“ endlich beenden sollten. Hoffmann wohnt im Dorf der Linken ich wohne im Dorf der konservativ-Libertären. Ich schreibe, dass ich keine linken Männerrechtler brauche, bin mir nicht bewußt darüber, dass mein Blog mittlerweile durchaus einen gewissen Stellenwert in der Männerrechtsszene im Net genießt und schneide Hoffmann somit einen Knopf von seiner Buchse ab. Hoffmann hält mich allem Anschein nach aus diesem Grund für einen Rechten und schneidet mir damit ebenfalls einen Knopf von meiner Buchse ab.

Freilich kann eine solche Distanzierung, eine Haarspalterei in Links und Rechts – vor allem wo sie nicht angebracht ist – dazu führen, dass die eigenen Positionen mehr Anklang in der Bevölkerung, im staatstragenden Feminismus finden können andererseits werden dadurch konservative Männerrechtler aussen vor gelassen. Im Gegensatz dazu wissen wir konservativen Männerrechtler sehr genau, dass die sog. linken Männerrechtler so gänzlich ohne uns auch nicht können, selbst wenn wir ihnen keinen Gewinn bringen, so können wir ihnen, aus ihrer Perspektive heraus, doch sehr wohl Schaden zufügen. Scheinbar geht es nicht ohne einander.

Was also tun? Von meiner Seite aus bin ich wieder zum Dialog bereit.

Was passt hier nicht?

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Quellen: FEMM, Zum-mannsein-geboren, Google

Pi-Day not D-Day

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Gestern war der Tag der Kreiszahl Pi. Viele Mnemo-Sportler und Freunde der Zahl Pi haben ihn entsprechend gefeiert.

Auf DIESER Webseite können meine Leser ihr Geburtsdatum oder eine beliebige Zahlenfolge eingeben und überprüfen, an welcher Position die Folge auftritt.

Albert Einsteins Geburtsdatum findet sich an der 74,434,701 Position.

Was will Arne Hoffmann?

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Arne Hoffmann, den ich persönlich nicht kenne (und das ist auch gut so), ist der Auffassung, dass er mich als Negativbeispiel erwähnen muss. Er schreibt auf seinem Blog Genderama

In Internetforen und –blogs der Männerbewegung wird gegen linke Männerrechtler schon seit langem ordentlich Stimmung gemacht. Das geht vom unaufhörlichen Kläffen der immer selben Parolen („Linke sind die Pest“), die durch ständiges Wiederholen auch nicht geistreicher werden, bis zu Blogeinträgen wie aktuell „Wer braucht linke Männerrechtler?“, wo es heißt: „Meine Erfahrung mit linken Männerrechtlern – Hoffmann ausgenommen – ist, dass sie den Kampf um die Gerechtigkeit für Jungen und Männer lieber den konservativen Männerrechtlern überlassen. Da wird dann häufig in Elfenbeintürmern über Unrecht lamentiert und nebenher noch fleißig gegen konservative Kollegen gefeuert. Halbherzig wird für Jungen- und Männerrechte eingetreten.“

„Ordentlich Stimmung machen gegen linke Männerrechtler“, wenn man schreibt, dass man selbst! keine linken Männerrechtler braucht, erscheint mir ein wenig weit hergeholt zu sein, Herr Hoffmann. Wenn ich schreibe, dass ich persönlich, die mir auf jedem Onlineformat eines Printmediums entgegenspringenden eindeutigen Inhalte ablehne, mache ich dann „ordentlich Stimmung“ gegen die außerehelich „Liebe“suchenden?

Doch weiter:

Ein derart weltfremder Eindruck kann eigentlich nur entstehen, wenn man selbst nie in Gruppen wie z. B. AGENS mitgearbeitet hat, wo die geschätzte Hälfte aller Mitglieder politisch links stehen, wenn man von den Linken bei MANNdat keine Ahnung hat und wenn man es generell als Zeichen höchster Aktivität betrachtet, die Blogs und Foren der eigenen Gemeinde vollzuschreiben, womit man NICHTS erreicht, außer das eigene Ego durch den erwartbaren Beifall zu stärken.

Ich finde es zutiefst totalitär und intolerant, persönliche Meinungen – deutlich gekennzeichnet – anderer Menschen, auf ihren eigenen Blogs, als weltfremd zu bezeichnen und im Folgenden über eine Autoritätsargumentation zu diffamieren zu suchen. Außerdem scheint Hoffmanns Verständnis von Links und Rechts nicht meinem zu entsprechen, daher referiert nicht einmal hier seine „Kritik“ auf mich. Aber Hoffmann hat Recht, ich schreibe – davon ausgehend, dass ich hier gemeint bin – „die Blogs und Foren der eigenen[!, terminatus30] Gemeinde voll“, ohne Beifall allerdings. Nebenbei eruiere ich 150 Studien zu weiblicher Gewalt – davon 110 nicht in Fieberts Bibliografie enthalten – und vernetze mich österreichweit. Das machen doch Leute, die keine Ahnung haben – oder?

Ich kann hier nur, in Anlehnung an Feyerabend (Erkenntnis für freie Menschen, 102) erwidern:

Arne Hoffmann ist ein berühmter Herr. Er kann es sich also leisten, im Stil eines Sonntagslesers mein Blog zu überfliegen und seine falschen Eindrücke niederzuschreiben.

Vielleicht sollte Arne Hoffmann sich die Artikel von Michael Klein besser zu Gemüte führen. Sehr zu empfehlen, wenn er hier mitliest, Beta-Blocker gegen Hysterie.

Ich schließe mit Feyerabend

Aber Helmut, Baby, reg Dich doch nicht so auf! Was willst Du denn?

Feyerabend: Erkenntnis für freie Menschen, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2003, 104.