Eins gegen Eins

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Gestern waren Professor Amendt und der Schauspieler Mathieu Carrière als Proponenten zum Thema Feminismus und Frauenquote – geht die Emanzipation langsam zu weit? in der Sendung Eins gegen Eins, moderiert von Claus Strunz auf Sat1 um 23.30 Uhr zu Gast.

Als Vertreterinnen der Gegenmeinung waren die stellvertretende Bundesvorsitzende von „Die Linke“, Katja Kipping und die Kabarettistin und Känguruh-Hoden Expertin Desiree Nick geladen.

Vorweg. Die Sendung war in meinen Augen eine Farce. Nicht nur, dass, wie Carrière am Schluss bemerkte, ein Großteil des Publikums weiblich war – ich persönlich schätze um die 70% – sondern auch der Umstand, dass die einzigen, welche nicht ein reaktionäres Rollenbild vertraten – knappe 80% des Publikums vertraten ein solches wohl unbewußt; der Moderator, dem es manchmal als Mann unangenehm zu sein schien, dass sich Männer zur Wehr setzen (man ist geneigt zu fragen: Was wollen Strunz?)  stimmte mitein, die beiden Damen ebenfalls; die eine strotzte vor Egoismus und Prinzessinnenhaftigkeit, die andere widerkäute widerlegte „Thesen“ oftmals ganz bewußt, damit spielend – Professor Amendt und Mathieu Carrière waren, trugen dazu bei, die Sendung als, vorsichtig formuliert, einseitig zu bezeichnen.

So war es auch nicht verwunderlich, dass Gerhard Amendt im Schlussstatement feststellte, dass er eine solche Auseinandersetzung nicht gewohnt sei, während Frau Kipping in ihren 30 Sekunden die üblichen Unwahrheiten vom Stapel ließ. Ergebnis: Knappe 80% des Publikums meinten, der Feminismus und die Frauenquote gingen noch nicht zu weit.

Ich möchte nicht über die Lohn-Lüge, die angeblichen Männerbünde, die bewußte Verwechslung von Gleichberechtigung und Gleichstellung sprechen. Ich möchte mir nur kurz Gedanken darüber machen, was es in einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung, einer Demokratie bedeutet, wenn es ohne Umschweife möglich ist, in die eigentlich geschützte Privatheit der Menschen einzugreifen. Mit dem Argument, dass Frauen immer noch zu Hause mehr leisten würden als Männer, Quoten zu propagieren, eine staatlich, durch die Rechtsordnung wider das Grundgesetz legitimierte Gleichstellung einzufordern.

Ich muss sagen, das macht mir Sorge. Es macht mir Sorge, wie einfach es ist das Urheberrecht auszuhebeln um in einem Liedtext Passagen hinzuzufügen. Es macht mir Sorge, wie einfach es ist an Grundbausteinen unserer Rechtsordnung herumzuschrauben.

Es macht mir Sorge, wie weit diese feministische „Welle“ von links bereits in unsere Politik vorgedrungen ist.

Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass der unterschwellige Faschismus von Links – alle wahren Linken mögen mir verzeihen – ein immenses Problem darstellt, welches wir in seiner ganzen Tiefe noch gar nicht erkannt haben.

Ein Kommentar zu „Eins gegen Eins

    Clochard sagte:
    März 27, 2012 um 1:23 pm

    Schade, konnte die Sendung nicht sehen, da ich kein SAT1 empfangen kann.
    Vielleicht tauchen ja bald Ausschnitte auf Youtube auf.
    Deinen abschliessenden Absätzen kann ich nur vorbehaltlos Zustimmen.
    Ähnliche Gedanken habe ich mir selbst in meinem heutigen Blogeintrag gemacht.
    Anders als in vergangenen Zeiten, wo der Kampf als Männerrechtler schier aussichtslos schien und die Masse der Gehirngewaschenen nicht endend wollend war wechseln sich nun Erfolge und Rückschläge in immer rascher werdender Abfolge ab.
    Ich hätte mir nie träumen lassen, dass diese Phase, in der wir uns jetzt befinden so viel mehr Kraft und Energie kostet als die Phasen davor.
    Zumindest ist das bei mir so.

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