Vergebt Ihnen nicht, denn Sie wissen was Sie tun!

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Ich habe schon angeführt, dass die Europäische Kommission regelmäßig Strategiepapiere für die Zukunft bzw. Mitteilungen über den gegenwärtigen Stand der europäischen Gleichstellungsmaschinerie herausgibt.

Was uns Männern kurzfristig noch blüht, zeigt die MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN, Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2010-2015.

In fünf Punkten wird uns Jungen und Männern unser Schicksal vorgeführt.

1. Gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit

Dieser Punkt fängt mit der richtigen Feststellung an, dass eine wirtschaftliche Unabhängigkeit eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben von Männern und Frauen sei. Es scheint auch richtig zu sein, dass „im Zeitraum von 2000 bis 2009 […] 9,8 Millionen der 12,5 Millionen neu geschaffenen Arbeitsplätze mit Frauen besetzt [wurden]“. Unrichtig ist jedoch die Schlussfolgerung:

Ein höherer Frauenanteil auf dem Arbeitsmarkt trägt zum Ausgleich der Auswirkungen des Rückgangs der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bei, wodurch sich auch der Druck auf die öffentlichen Finanzen und die Sozialschutzsysteme verringert; die Humanressourcenbasis wird erweitert und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt.

Hier wird ganz einfach verschwiegen, dass wenn 78% der neu-geschaffenen Arbeitsplätze von Frauen besetzt werden es zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit bei jungen Männern und Männern kommt. Laut einer neuen Studie „Jugendarbeitslosenquote (15-24 Jahre) im internationalen Vergleich“ gilt für die EU 27, per Dez. ’11 eine Arbeitslosenquote für Männer von 22,7 und Frauen 21,4 %, für die EU 25, Männer 22,6, Frauen 21,2 % und die EU 15 Männer 22,1 und Frauen 20,3 %. Es wird gewissentlich verschwiegen, dass die meisten, von Frauen besetzten Arbeitsplätze im öffentlichen Bereich vorzufinden sind und der weibliche Anteil am Unternehmertum nur rund 1/3 des männlichen beträgt. Das heißt folglich, dass im Schnitt weniger Männer mehr Frauen querfinanzieren müssen – wie es augenscheinlich in Schweden der Fall ist. Wie dies, wenn man kein Maoist ist wie Baroso, die Wettbewerbsfähigkeit und den Markt positiv beeinflussen sollte, bleibt mir ein Rätsel. Mir scheint hier eher ein Umdenken in Richtung Kommunismus-Sozialismus zu erfolgen.

Der angesprochenen Unternehmerquote von Frauen wird auch ein Augenmerk gewidmet. Natürlich wird darauf verwiesen, dass nur rund ein Drittel zu wenig wäre und Maßnahmen, positive Maßnahmen, wie in Richtlinie 2010/41 EU des Europäischen Parlaments ausdrücklich unter Artikel 5, Positive Maßnahmen, betont, dort heißt es:

Im Hinblick auf die effektive Gewährleistung der vollen Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsleben können die Mitgliedstaaten Maßnahmen im Sinne von Artikel 157 Absatz 4 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union beibehalten oder beschließen, beispielsweise mit dem Ziel, unternehmerische Initiativen von Frauen zu fördern [Hervorhebungen von mir].

– einen wichtigen Schritt zur Beseitigung von Hindernissen für junge Frauen und Frauen zum Unternehmertum darstellen würden.

Grotesk wird es im letzten Absatz:

Armut und soziale Ausgrenzung werden von Frauen und Männern ganz unterschiedlich erfahren. Frauen haben ein höheres Armutsrisiko, insbesondere alleinerziehende und ältere Frauen, bei denen sich das Lohngefälle durch ein „Rentengefälle“ fortsetzt. Beschäftigungshindernisse spiegeln sich auch in höheren Nichterwerbsquoten und Langzeitarbeitslosenquoten wider.

Männer erfahren Armut anders als Frauen, in der Tat. 90% der Obdachlosen sind Männer. Männer, welche durch Alimentszahlungen in die Armut getrieben werden, sind zwar arm, werden jedoch nicht als arm erfasst. So erfahren Männer Armut! Dass ältere Frauen ein erhöhtes Armutsrisiko haben hängt damit zusammen, dass ein Großteil der älteren Frauen zu wenige Versicherungsmonate vorweisen können. Wenn ich nur 15 Jahre Vollzeit gearbeitet habe, kann ich nicht davon ausgehen, dieselbe Pension zu erhalten wie, wenn ich – vor allem Männer – 40 Jahre Vollzeit gearbeitet habe. Hier so zu argumentieren, heißt kommunistisch zu argumentieren.

2. Gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit

Schon die Überschrift lässt Böses erahnen. Bereits in der ersten Zeile wird diese Vorahnung bestätigt.

Der Grundsatz, wonach Männer und Frauen für gleichwertige Arbeit Anspruch auf gleiches Entgelt haben, ist in den EU-Verträgen verankert.

Hier wird nicht mehr von gleichem Entgelt für gleiche Arbeit gesprochen, hier wird von gleichwertiger Arbeit gesprochen. Eine Entgeltdiskriminierung würde hier schon vorliegen, wenn

das Entgeltsystem […] Vollzeit und ununterbrochene Beschäftigung, die typisch ist für Arbeit, die von Männern ausgeführt wird [bevorzugt].

Auf Basis dessen ist es nicht verwunderlich, dass Scheindiskriminierungen, Lohndiskriminierungen postuliert werden können. Im Artikel auf der WikiMANNia wird richtigerweise erwähnt, dass die Lohndiskriminierung auf Basis des Geschlechtes ein Märchen, ein Mythos des Feminismus‘ sei. Zum einen arbeiten Männer in der Regel mehr und zu ungünstigeren Zeiten (Wochendende, Nachtarbeit) als Frauen, zum anderen werden erhaltene Unterhaltszahlungen ausgeblendet. Bezeichnend auch, dass rund 70% der globalen Konsumausgaben von Frauen getätigt werden. Dass dies zum größten Teil nicht für Kinder oder Männer ist, zeigt ein Blick auf die Werbelandschaft.

Dass hier irgendetwas verquer läuft, zeigt die Folgeargumentation für? gleichwertige Arbeit als Indikator:

… Das Lohngefälle ist u. a. auf die Segregation auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen, denn Frauen und Männer bevorzugen häufig unterschiedliche Branchen/Berufe. Zum einen gibt es bestimmte Branchen, in denen Frauen bzw. Männer überrepräsentiert sind, wobei „Frauenberufe“ (meist im Gesundheits- oder Bildungswesen und in der öffentlichen Verwaltung) im Allgemeinen geringere Wertschätzung genießen als typische „Männerberufe“. Zum anderen finden sich Frauen selbst in derselben Branche oder demselben Unternehmen häufig auf Arbeitsplätzen wieder, denen weniger Wert beigemessen wird und die schlechter bezahlt werden.

Bezeichnend, nicht? Frauen wählen meist Studien, von denen sie wissen, dass sie damit weniger Geld verdienen werden als ihre männlichen Kommilitonen, die eher technische Studien wählen, welche durch höhere Nachfrage, einen höheres Entgelt mitsichbringen. Wenn Frauen nun unterrepräsentiert sind, sollten sie eben vermehrt Studien wählen, welche bessere Berufsaussichten stellen. Die Anklage, wegen der Wertschätzung, kann nur gegen den Kapitalismus und nicht gegen eine Wertschätzung durch die Bevölkerung gerichtet sein. Dass sich Frauen selbst in „männerspezifischen“ Bereichen nicht behaupten können, hat wohl auch damit zu tun, dass die Frauen weniger geschickt darin sind, Lohnverhandlungen zu führen und nicht, weil die Vorgesetzten eine gläserne Decke einen patriarchalen Klüngel unter allen Männern schaffen. Wo sind die Klagen, meine Damen? Von Interesse auch der nächste Unterpunkt. Darin wird behauptet, dass Ungleichheiten auch darum bestünden, weil Frauen „einen unverhältnismäßig großen Anteil an familiären Verpflichtungen“ übernehmen würden. Ja das Private ist Politisch! Das muss natürlich geändert werden und da muss die EUdssr ihre Nase in die Heime der Bürger stecken. Unglaublich!

3. Gleichstellung in Entscheidungsprozessen

Natürlich wird in diesem Punkt eine paritäre Partizipation an der Macht verlangt, ungeachtet dessen, dass Frauen in den politischen Entscheidungsgremien, gemessen an der Anzahl der Parteimitglieder, in Deutschland schon fast paritär repräsentiert oder überrepräsentiert sind (ich danke dem Hinweis von Clochard). Auch scheint mir eine Forderung nach einer Quote in der freien Wirtschaft, auf der Management- und Führungsebene wider eines freiheitsstaatlichen Prinzipes, wider dem demokratischen Grundverständnis zu sein. Ebenfalls fehlt mir der Beleg zu folgender Behauptung:

Studien haben gezeigt, dass sich Geschlechterdiversität bezahlt macht und dass die Zahl der Frauen in Führungspositionen positiv mit dem Erfolg der Unternehmen korreliert.

Wohin eine Zwangsquote führt, sehen wir am Beispiel von Norwegen. Und was ist mit der Forderung im Wissenschaftsbereich, im staatlichen Forschungssektor einen Frauenanteil von 25% zu etablieren, um „die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und das Innovationspotenzial zu maximieren“? Eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bei Senkung des männlichen Anteils, welcher bis dato immer noch für weit 90% der Innovationen – Patente – verantwortlich zeichnet. Würden wir dieser Logik folgen, müssten wir behaupten, dass bei einer 400-Meter-Staffel, an welcher die drei besten Sprinter und die beste Sprinterin für eine Nation teilnimmt, eine Quotierung auf die zwei besten männlichen Sprinter und die zwei besten weiblichen Sprinter zu schnelleren Zeiten führen würde, durch den Wettbewerb und so. Natürlich! Lesenswert ist auch die Einlassung des Maskulisten in seinem Buch Medusa schenkt man keine Rosen zum Thema Behindert Feminismus den technischen Fortschritt? auf den Seiten 241-247. Das Einzige, was passieren wird, ist, dass die innovative Leistung kontinuierlich zurückgeht, da der Standard schon jetzt gesenkt wird, um mehr Frauen zur Teilnahme zu „bewegen“ – wie die kleinen Kinder!

4. Schutz der Würde und Unversehrtheit – Der Gewalt aufgrund des Geschlechts ein Ende setzen

Ich habe dazu bereits im letzten Beitrag ausführlich gepostet. Die hier vertretenen Behauptungen sind nicht durch die „Studien“, wohl eher Umfragen, gedeckt. Interessant ist der Absatz zur Gesundheitsversorgung:

Geschlechtsbezogene Ungleichheiten gibt es auch bei der Versorgung mit Gesundheits- und Pflegeleistungen sowie im Hinblick auf die gesundheitliche Situation. Frauen und Männer sind mit jeweils unterschiedlichen Gesundheitsrisiken und Krankheiten konfrontiert, denen in der medizinischen Forschung sowie in den Gesundheitsdiensten angemessene Aufmerksamkeit zuteil werden muss. Es ist zu gewährleisten, dass Sozial- und Gesundheitsdienste ihr Angebot weiterhin so verbessern, dass sie auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern eingehen können.

Es ist hier klar ersichtlich, dass den Autoren bewußt ist, dass Frauen im Schnitt bis zu knapp 6 Jahren länger leben und die Gesundheitsversorgung für Frauen im Schnitt deutlich besser – frühere Vorsorgeuntersuchungen als bei Männern – ist bzw mehr in Forschungsgelder für Frauen bereitgestellt werden als für Männer.

5. Gleichstellung in der Außenpolitik

Nicht nur, dass die Bevölkerung der Nationalstaaten des künstlichen Staatengebildes EU illegitim gleich“zwangs“gestellt wird, nein, auch noch das Ausland, die ganze Welt soll damit beglückt werden. Wohin soll ich dann auswandern? Interessant wiederum Folgendes:

Ferner ist es der EU ein Anliegen, Frauen in Konflikten und in der Zeit danach zu schützen und dafür zu sorgen, dass sie an der Konfliktprävention, an der Friedenskonsolidierung und am Wiederaufbau in vollem Umfang beteiligt werden. Die EU hält bei der Umsetzung der Entschließungen 1325 und 1820 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zu Frauen, Frieden und Sicherheit an ihrem aktiven Konzept fest. Zudem wird sie den Gleichstellungsaspekt noch stärker in ihre Maßnahmen der humanitären Hilfe einbeziehen.

Kurz: Kämpfen und sterben sollen die Männer. Die Frauen kommen danach um die Posten zu besetzen. Was mit dem Gleichstellungsaspekt in der „humanitären HIlfe“ gemeint ist, haben wir in Haiti gesehen.

Was erwartet uns?

Wir müssen uns für die nächsten Jahre damit abfinden, dass der Gleichstellungsfeminismus weiterhin auf dem Vormarsch ist. Die Werbelandschaft wird noch mehr, als jetzt schon gegendert werden. Jungen und Männer werden durch EU-„Sanktionen“ vermehrt keine Arbeitsplätze mehr finden. In den Schulen wird der Femizentrismus voranschreiten. Die Gesetzeslage zu Gewaltfragen wird sich ändern. Prostitution wahrscheinlich europaweit verboten werden, unter Strafandrohung für die Freier; Pornografie eventuell als „hate crime“ als „geschlechtsspezifische Gewalt“ gewertet werden. Die Wirtschaft wird abbauen, freilich wird uns das nicht so gesagt werden. Das Wirtschaftssystem wird frauenfreundlicher gestaltet werden. Es wird noch mehr Frauenförderungen und GenderMedicine zugunsten der Frauen geben. Die EU wird zu einem noch größeren Unrechtsstaat umfunktioniert, weiter zentralisiert werden als jetzt schon (Griechenland soll ja einen Teil seiner Budgethoheit an die EU abgeben!). Und das schlimmste wird sein, dass es nur noch wenige Länder auf der Erde geben, in welchen ein normales Leben noch möglich sein wird.

Das erwartet uns und noch viel mehr.

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6 Kommentare zu „Vergebt Ihnen nicht, denn Sie wissen was Sie tun!

    Clochard sagte:
    Februar 10, 2012 um 10:53 am

    Brillianter Artikel. Respekt !

    Manifold sagte:
    Februar 13, 2012 um 11:36 am

    Sehr interessanter Fund, welcher klar darlegt, was der Staatsfeminismus beabsichtigt und dass dies von höchsten Stellen unterstützt wird.

    Wer da noch meint, der Feminismus hätte heute keine Macht und unsere Klage dagegen sei lediglich „Verschwörungstheorie“, der hat schlichtweg keine Ahnung.

    Maskulistische Grüsse,
    Manifold

    Die Söhne von Perseus

      terminatus30 geantwortet:
      Februar 13, 2012 um 12:20 pm

      Es ist alles schon seit Jahren aus den Publikationen ablesbar. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch in der Schweiz ist, aber bei uns in Österreich sind die Polit“abcd“ erstens wohl nicht imstande Richtlinien zu verstehen und zweitens, wenn sie sie verstehen, nicht Willens die Informationen an die Bürger weiterzugeben. In einer Demokratie ein: NoGo!

    egalitarian sagte:
    März 21, 2012 um 8:00 pm

    der artikel ist sehr ausführlich – meine anerkennung:
    allerdings wird nicht angesprochen, dass wenn männer 6 jahre früher sterben und fünf jahre später in pension gehen müssen frauen dadurch 11 jahre sozialleistungen mehr beziehen -was in keinem genderbudgeting aufscheint.

    auch wird nicht erwähnt dass der genderideologie zwar alles mögliche am herzen liegt aber nicht die 9 jährigen mädchen die gemäß iranischem scharia recht verheiratet werden. das wäre ein echtes thema für den feminismus – seltsam ich habe nie eine ulrike lunacek dazu ein wort verlieren hören…

      terminatus30 geantwortet:
      März 22, 2012 um 8:39 am

      das wäre ein echtes thema für den feminismus – seltsam ich habe nie eine ulrike lunacek dazu ein wort verlieren hören…

      Mir ist Vieles schleierhaft, was von dieser Seite kommt. Ich habe nie verstanden, wie Feministinnen zutiefst „patriarchale“ Ordnungen in anderen Kulturen verteidigen, die gleichberechtigte, eigene Kultur aber in jedem Augenblick in den Dreck ziehen konnten. Das übersteigt meine Vorstellungskraft.

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