Monat: Januar 2012

Keine Obsorge für Lesben

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Aus dem Teletext (Seite 121) von Pro7-Austria entnehme ich gerade, dass der böse Oberste Gerichtshof den Antrag zweier Lesben auf gemeinsame Obsorge – eine der beiden hatte sich in „Dänemark mit dem Samen eines anonymen Spenders befruchten lassen“ – abgewiesen hat. Hier ist natürlich eine schwere Diskriminierung einer Minderheit zu verorten, wenn der Oberste Gerichtshof festhält, dass die gemeinsame Obsorge nur leiblichen Eltern eingeräumt wird. Wo sind wir denn, hat der Oberste Gerichtshof denn noch nicht verstanden, dass das österreichische Recht keine Gültigkeit mehr hat und auf europäischer Ebene die ganze Geschichte (schon bald) ganz anders aussieht? Eine Frau hat das Recht auf ein Kind und das Recht auf Samen, wenn sie ein Kind will. Sex mit einem Mann, sich verstehen, riechen und schmecken können sind irrelevant. So einfach ist das. Außerdem sind doch lesbische Frauen sowieso bessere Elter1,2,3, …, n, n+1.

Also Männer, wir sind bald nur noch Samenspender. Väter braucht die Welt nicht.

Der Eid des Hypokrates

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Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich diesen Eid und diesen Vertrag nach meiner Fähigkeit und nach meiner Einsicht erfüllen werde.

Ich werde den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleich meinen Eltern achten, ihn an meinem Unterricht teilnehmen lassen, ihm wenn er in Not gerät, von dem Meinigen abgeben, seine Nachkommen gleich meinen Brüdern halten und sie diese Kunst lehren, wenn sie sie zu lernen verlangen, ohne Entgelt und Vertrag. Und ich werde an Vorschriften, Vorlesungen und aller übrigen Unterweisung meine Söhne und die meines Lehrers und die vertraglich verpflichteten und nach der ärztlichen Sitte vereidigten Schüler teilnehmen lassen, sonst aber niemanden.

Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Rein und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Ich werde nicht schneiden, sogar Steinleidende nicht, sondern werde das den Männern überlassen, die dieses Handwerk ausüben.

In alle Häuser, in die ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken hineingehen, frei von jedem bewussten Unrecht und jeder Übeltat, besonders von jedem geschlechtlichen Missbrauch an Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgange mit Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren.

Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, in meinem Leben und in meiner Kunst voranzukommen, indem ich Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit gewinne; wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.

Quelle: wikipedia

Jungenarbeit als Idee der Frauenbewegung?

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In einem offenen Brief an Ministerin Schröder, stellt die EMMA-Mitarbeiterin Chantal Louis die Behauptung auf, dass die Jungenarbeit eine Idee der Frauenbewegung gewesen ist. In einem hämisch-oberlehrerhaften Ton, welcher sich durch den ganzen Brief zieht, meint Frau Louis die Ministerin auf Schritt und Tritt demaskieren und belehren zu können.

Wenn die Ministerin darauf hinweist, dass gegen harten Widerstand der Altfeministinnen Gleichberechtigung auch für Jungen erreicht werden muss, macht Frau Louis daraus das Folgende:

Das heißt, es waren die aus Ihrer Sicht so vorgestrigen „Altfeministinnen“, die gleich mit der Entstehung der Mädchenarbeit erklärten, dass es für ein gleichberechtigtes Zusammenleben der Geschlechter natürlich nicht nur wünschenswert, sondern unumgänglich sei, dass sich auch Jungen (und Männer) mit ihrer Rolle auseinandersetzen. Und es sind Feministinnen und mit ihnen solidarische Männer (die gibt’s!), die seit langem beklagen, dass die Jungen mit ihrer Verwirrung und Verunsicherung, die mit Siebenmeilenstiefeln vorangepreschte Emanzipation der Frauen und Mädchen bei ihnen verursacht, so sträflich allein gelassen werden.

Meine Leser wissen, was jetzt kommt. Gleichberechtigt heißt für die Ömminaten, Jungen und Männer haben sich mit ihrer Rolle auseinanderzusetzen, was wiederum eine bevormundende, totalitäre Ideologie voraussetzt, welche es den Jungen und Männern nicht gestattet, im Rahmen der für alle Bürger geltenden Gesetze, zu sein wie sie nun mal sind. Sie müssen geholfen werden, befreit. Oder: Bei EMMA werden Sie geholfen! Doch logisch!! Und wenn sie darüber verwirrt sind, dann muss man ihnen eben da heraus helfen und zeigen, wie gut und besser es doch ist, seine weibliche Seite zu entdecken. Helfen wir ihnen dabei, sich zu ändern, was sie ja aus verständlichen Gründen gar nicht wollen. Meine rhetorische Frage: Glauben Sie eigentlich selber, was Sie da schreiben Frau Louis?

Und, Frau Louis, es SOLL nicht nur so sein, dass Jungen benachteiligt sind, es IST so. Fragen Sie Herrn Klein, er wird es Ihnen erklären. So schwer ist es gar nicht, es ist wie beim Intelligenztest. Wer die Grundrechnungsarten beherrscht, ist schon einmal im Verständnisbereich. Doch jetzt wird es erst lustig.

Denn die Logik, aus den schlechteren Noten der männlichen Schüler zu schließen, dass sie von einer Armada männerfeindlicher Pädagoginnen diskriminiert werden, ist reichlich verquer. Das ist in etwa so, als ob man die DLRG der Diskriminierung von Nichtschwimmern beschuldigen würde – weil die häufiger ertrinken als Schwimmer. Wer nämlich mehr als die Überschriften der besagten Artikel liest, stellt sehr schnell fest, dass das Gerede von der „Benachteiligung“ der Jungen durch nichts belegt und folglich reine Propaganda ist. Eine Propaganda, in die unsere Frauenministerin fröhlich einstimmt. Hingegen zeigt eine ganze Reihe Studien, dass es andere Gründe für ihr vergleichsweise schlechtes Abschneiden gibt. Kurz gesagt: Das katholische Mädchen der 60er durfte nicht, der „Bildungsverlierer“ von heute möchte nicht.

Die Logik, dass Schullaufbahnen fast gänzlich ohne männliche Lehrkörper, Bezugspersonen einen negativen Einfluss auf die Jungen haben könnten, ist verquer? Fragen Sie doch besser einmal Judith Butler was verquer ist. Ist es nicht eher verquer, wenn Mädchen sogar noch diskriminiert zu werden scheinen, wenn sie bessere Noten erhalten? DAS ist Propaganda. Propaganda ist auch, wenn sie das Internet als Hauptschuldigen, natürlich die Pornos und die Ballerspiele, was sonst, für die „Misere“(Sic!) anführen, natürlich mit dem Leumundszeugen für solche Aussagen: Professor Pfeiffer (herrlich wie der Maskulist die Argumentatsionsweise von Herrn Professor Dr. Pfeiffer zerlegt, das müsst ihr lesen).

Wunderbar auch, wenn Sie gegen Schluss das Thema Gewalt einsträut, meine Leser. Solch‘ verunsicherte Jungen können dann zu Amokläufern werden. Ja genau. Mädchen und Frauen machen das nie. Oder doch? Und wenn, was ist dann der Grund? Ein weiblich-feministisches Rollenbild, welchem sie nicht gerecht werden, werden wollen? Sollte da nicht die Rolle offener werden, es wieder erlaubt sein, Frauen auch vor dem Herd zu zeigen oder war das doch alles wieder nur eine Verzweiflungstat? – darum auch nur die männlichen Opfer, genau!

Die verschleierte Polemik und Umdeutung von Männlichkeit mit Leugnung von Biologie und drängen auf einen „vorwärtsgerichteten Weg“, sprich: einer weiterführenden Feminisierung der Jungen und Männer erspare ich meinen Lesern. Daumen nach unten Frau Louis!!!

Herzlichst
euer

termi

Wie ich soeben erfahren habe, hat sich der FemokratieBlog bereits des Themas angenommen. Ich verweise gerne auf den entsprechenden Beitrag: Jungenarbeit ist eine Idee der Frauenbewegung

Maskulismus in Österreich

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Wer sind die Hauptvertreter des Maskulismus in Österreich? Gibt es einen Maskulismus in Österreich? Welche österreichischen Webseiten gibt es? Sollen wir uns vernetzen?

Ich bin für jeden Input dankbar!

Pi-Sport und die 25

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Meike Duch ist eine deutsche Pi-Sportlerin und die amtierende Weltrekordhalterin „in memorizing and reproduction of the number Pi with 5555 digits behind the comma„. Sie liegt damit an der 25sten Stelle in der Pi World Ranking List – (momentan wäre ich auf Stelle 43; ein wenig habe ich dazu ja schon HIER und HIER und HIER gepostet).

Was ist nun die Ursache dafür, dass die beste Frau an 25ster Stelle gereiht ist? Ist es eine patriarchale Verschwörung, eine gläserne Decke, welche Frauen daran hindert Zahlen auswendig zu lernen? Oder ist es doch einfach dem Umstand geschuldet, dass Frauen – in der Regel – weniger Interesse an Zahlen zeigen, als es Männer tun?

And round and round it goes …

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Nur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen. Diesen Weltschmerz kann er, so zu sagen, nur aushalten durch den Anblick der Seligkeit, die nachher vergütet.

Jean Paul, Selina oder Über die Unsterblichkeit, 2,132.

Ich bin letztens auf eine „interessante“ Grafik gestoßen, welche mir zu denken gab:

Meine Lesart dieser Statistik lässt nur folgenden Schluss zu: Wenn man kein Genie und/oder eine Frau ist und es nicht in Erwägung zieht, für einen Job nach Kamtschatka zu übersiedeln – ich persönlich tue mich sehr schwer damit umzuziehen und kann auch nicht verstehen, warum dies für meine „ebenfalls“ studierenden, weiblichen Verwandten kein Thema ist: Berlin, Paris, London, Madrid;  6 Monate, 1 Jahr, länger, alles kein Problem (und das bei für Deutschland geschätzten 1 Million Psychopathen und Sadisten im Land  ) -, dann ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, in seinem erlernten Beruf – z.B. in Philosophie oder Politikwissenschaft – arbeiten zu können. Stattdessen schlägt man sich, obwohl „Cum laude“ promoviert, mit einem Brotjob herum, welcher dazu beiträgt, dass man keine Chance hat wissenschaftlich auf dem neuesten Stand zu bleiben – wer liest schon dauerhaft nach einem 10 Stunden Tag die neuesten Fachartikel, zig neue Publikationen die Woche usw. -, was wiederum dazu führt, dass man auch nicht dementsprechend publizieren kann. Der Kreis schließt sich dann, wenn man mit Mitte dreißig verbittert (auch das Net ist kein Ausweg, viel zu oft muss man erkennen, dass Bekannte aus dem Net, mir nichts, dir nichts, wie aus dem Nichts, auf einmal, unverhofft zur eigenen Weltanschauung diametral entgegengesetzte Positionen vertreten. Bumm, Kafka ist auferstanden. Wieder jemanden verloren. Wieder ein Down) alleinstehend (intelligente Frauen sind oft feministisch verblendet und orientieren sich nach oben (fragt Christian);  ja ja die Betriebswirte) in seiner kleinen Heimatstadt erkennen muss, dass eine Promotion zwar schön, fünf Fachartikel allerdings zu wenig sind um jemals universitär Fuß fassen zu können. Das Schlimmste dabei für mich persönlich ist, dass man mit der Zeit ganz einfach nicht mehr mitreden, mitschreiben (man sieht, meinen mittlerweile stümperhaften Stil, meine wäh Grammatik) nicht mehr in die Tiefe gehen kann. Man erkennt, dass es zu spät ist und der Kreis sich geschlossen hat. Danach setzt man sich wieder in sein Taxi (ja, auch der Beruf des Schrifststellers bleibt einem in der Regel verwehrt, ihr Unwissenden; es kann ja nicht jeder über seine „Feuchtgebiete“ schreiben) – oder macht als Versager einen Rant im Net – und hört sich den neuesten Promiklatsch der Fahrgäste an, während die Welt sich weiterdreht und neue Dozent_innen – alle jünger als man selbst – einem in Die Presse, Der Standard usw. die Welt erklären.

So bleibt, and round and round it goes.