Tag: Januar 28, 2012

Korowai – was Gleichstellungsfeministinnen und Queertheoretikerinnen gerne verschweigen

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Die Korowai sind ein indigenes Volk auf Neuguinea. Die ersten Kontakte mit der westlichen Welt werden im Allgemeinen mit den späten 70ern des 20 Jhs betitelt. In totalem Gegensatz zu queertheoretischen Behauptungen, zeigen sich auch hier Unterschiede zwischen den Geschlechtern und deren „kultureller“ Funktion: Männer gehen jagen, sind geniale Architekten, die Baumhäuser in Schwindel erregenden Höhen bauen, Frauen hingegen widmen sich in erster Linie dem Nachwuchs und der Verwertung der gewonnenen Nahrung. Wenn es hart auf hart kommt, helfen alle zusammen. So macht man das nun einmal, frei nach Iceage, in einer „Herde“!

Männliche Baukunst

Haben die Korowai Männer nun all‘ dies konstruiert, Frau Butler? Ist hier eine patriarchale Weltverschwörung im Gange oder ist dies doch eher ein Ausdruck der gemeinsam und doch unterschiedlichen männlichen und weiblichen Evolution? Müssen wir hier die Frauen gleichstellen? Wie sollten wir das machen; sie dazu bewegen auf die Jagd zu gehen und Baumhäuser zu bauen oder, wie im Westen, die Männer dazu bequemen sowohl auf die Jagd zu gehen, Baumhäuser zu bauen als auch noch auf den Nachwuchs aufzupassen, währendessen die Frauen wählen können?

Werdet erwachsen ihr Feministinnen! Fuck feminism!

Tipp: Tribu Korowai, Kolofu, Papúa Nueva Guinea. Human Planet (Youtube Video, 7:37 min)

Trash des Tages

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Zum Trash des Tages zähle ich einen Absatz aus dem zweiten österreichischen Männerbericht.

Unter  3.1.1. Die wichtigsten Erkenntnisse ist auf Seite 367 zu lesen:

Nach ökonomischen Überlegungen bei der Realisierung des Kinderwunsches gefragt, ist für Frauen die eigene Arbeit meist von größerer Bedeutung. Das ist kein Widerspruch zum gesellschaftlich verankerten männlichen Ernährermodell, sondern vielmehr Folge dessen. Frauen müssen nach wie vor wesentlich umfassendere Anpassungsleistungen im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erbringen als Männer.

Ich weiß nicht wie eure Lesart ist, ich lese den Absatz folgendermaßen: Es wird behauptet, dass Frauen, wenn sie denn einen Kinderwunsch haben und diesen „realisieren“ – wo ist der Mann? – wollen, vor ökonomische Überlegungen gestellt werden, bei denen die eigene Arbeit meist von größerer Bedeutung ist. Dies sei eine Folge des gesellschaftlich verankerten, männlichen Ernährermodells. Erörternd werden die Anpassungsleistungen oder im bekannteren Sprech, die „Doppelbelastung“ der Frau hervorgehoben.

Nun frage ich mich allerdings, was das alles mit dem klassisch-männlichen Ernährermodell zu tun hat? Werden hier Annahmen, Unterstellungen verschwiegen? Das klassisch-männliche Ernährermodell steht ja gerade dafür, dass der Mann die ökonomischen Überlegungen bei der Realisierung des Kinderwunsches der Frau zu machen, die Familie zu „ernähren“ hat und eben nicht die Frau. Ist es nicht eher so, dass der Mann sich zunehmend nicht mehr erpressen lässt, keine Beziehung mehr will, obwohl er in einer Beziehung nach wie vor den Haupternährer gibt, und dieses emannzipieren des Mannes vor der Beziehungsfreudigkeit der Frau die Frau vor die quälenden ökonomischen Fragen stellt, was hier natürlich nicht in dem Maße geschrieben werden kann, denn eigene Erwerbstätigkeit ist ja etwas Tolles.

Die Lösung wird uns auf dem Fuß, im letzten Satz geliefert – zumindest indirekt. Wenn Frauen weniger Anpassungsleistungen zu erbringen hätten, sprich, die Männer wieder Familienmenschen sein, den Ernährer geben würden, zusätzlich noch mehr für die Familie da wären, dann spielten die ökonomischen Überlegungen der Frauen keine Rolle mehr oder eben nur, insofern Frau beschlösse einer Berufstätigkeit nachzugehen.

Wie seht ihr das?