Tag: Dezember 31, 2011

Überlegungen zum Jahreswechsel

Gepostet am Aktualisiert am

Eigentlich wollte ich heute einen Rückblick auf das bald vergangene Jahr wagen. Ich wollte näher darauf eingehen, wie ich zu alledem – in Beziehung auf den Maskulismus – kam, was ich hier vertrete. Doch das werde ich nicht tun (Interessierte finden HIER einen kurzen Einstieg).

Ich möchte diesen verschneiten Nachmittag aus dem „Dorf“, in welchem ich wieder lebe, nutzen um ein wenig über mich zu schreiben. Es ist der 31. Dezember, ein Samstag – wie aus der Kalenderformel leicht eruierbar (so jedenfalls aus unserer letzten topIQ Ausgabe 44 f. zu entnehmen). Ich bin nachdenklich gestimmt. Dieses Mal scheint es ein Zusammenspiel von Hochbegabung und Hochsensibilität zu sein. Eigenschaften meinerseits, welche ich in der Regel zu verschweigen, zu verstecken habe und auch aktiv suche. Doch ich merke gerade, dass mir die Worte doch schwerer an den Fingerkuppen kleben, als vorher gedacht. Ich merke, dass ich wohl doch Leuten heute wieder zuprosten werde, mich verstellen und über platteste Witze lachen, Smalltalk führen und artig meine Mundwinkel nach oben pressen werde. The same procedure as every year, every day. Und dabei suche ich doch nur ein In-der-Welt-Sein, ein DU, ein WIR, ein VERSTEHEN, ein VERSTEHEN der immer komplizierteren Welt, der immer komplizierteren Menschen, ein EINFRIEREN der ZeitMASCHINE; doch HALT Herbert, halt!, du musst wohl schon träumen, jeder hat so seinen Tick. Belassen wir es dabei. Feiert schön, die ihr mir nur als Avatare bekannt seid. Prosit Neujahr!

In diesem Sinne, ein paar Gedichte (eins von mir), mal sehen wie es weitergeht:

Freudvoll

Freudvoll
und leidvoll,
gedankenvoll sein,
hangen
und bangen
in schwebender Pein,
himmelhoch jauchzend,
zum Tode betrübt –
glücklich allein
ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe

Vereinsamt

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt.
Bald wird es schnein.
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton!
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt.
Bald wird es schnein, –
weh dem, der keine Heimat hat.

Friedrich Nietzsche

WAAGRECHT

Zeit der Gnade
weit von Erden
weg das Lied der Fröhlichkeit;

ist verblichen,
wohl zu sterben
jener Uhrenzeiger zeigt:

Kurz vor Mittag bei dem Kinde,
kurz vor Mittag bei der Frau;
kurz vor Mittag bei dem Manne,
kurz vor Mittag,

HÖR GENAU!

Trag die Sense auf dem Wege
vor dir her als ein Symbol,
so als ob die Nacht entschwebe,
lebe gleichsam IMMER-WOHL.

Meiner-Einer

Nur mal so …

Gepostet am

Für Eingeweihte 🙂

1. c6xd7! Ke7 2. d8D!
… Kxe6 3. Db6#
… KxDd8 3. Th8#

1. c6xd7!
… Ke6 2. d8T (da d8D: 1/2 1/2) Kf6 3. Td6#

1.c6xd7!
… Kc6 2. d8L (da d8D: 1/2 1/2) Kd6 3. Ta6#