Ist die Zukunft weiblich?

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Die Zukunft, zumindest gemessen an den Zahlen der Neugeborenen in den letzten 19 Jahren, scheint nicht weiblich zu sein.[1]

39.430 männliche Mehrgeburten, davon im Schnitt jährlich 2.075, mit einem Verhältniswert welcher niemals unter 1,040 gefallen ist und momentan bei 1,048 liegt, sprechen dagegen.

Da die Mehrzahl der Verstorbenen in Österreich in der Regel 75 Jahre und älter ist und hier der Mehranteil der Frauen bei rund 2/3 liegt, ist in den nächsten Dekaden auch nicht damit zu rechnen, dass sich die Anzahl der Verstorbenen von Mann und Frau angleichen. Die Zukunft bleibt, wenn man so will, diesbezüglich durchaus weiblich.

Ungeachtet der Tatsache, dass sich junge Männer nach einer staatlich verordneten Auszeit (man könnte auch von einem Zwangsdienst sprechen) vermehrt dafür entscheiden, nicht zu studieren und dies zu Gunsten der jungen Frauen gewertet werden darf, stellen junge Männer immer noch die Mehrzahl der Studenten in den Masterstudiengängen und die Mehrzahl der Doktoranden. Ein weiterer Grund dafür, warum im Vergleich zu den jungen inländischen Frauen weniger Männer studieren, mag im femokratischen Schulsystem liegen. Die Intelligenzverteilung in der Bevölkerung würde darauf schließen lassen, dass in den höheren Schulstufen und Universitäten gleichviel und mehr Männer vertreten sein sollten als Frauen. Dem ist nicht so. Vielleicht sollte man sich überlegen, nach 40 Jahren feministischer Umstrukturierung der Lehrpläne, wieder vermehrt auf Jungeninteressen einzugehen und mehr männliche Lehrer zu beschäftigen. Allein in meinem Schulbezirk sind an den hier ansässigen höheren Schulen im Schnitt rund knapp 67% der beschäftigten Lehrkräfte weiblich.

Dass sich junge Männer und Männer generell allen Unwegsamkeiten zum Trotz dennoch innovativ einbringen, zeigen die Zahlen zu den Patentanmeldungen. Nimmt man hier einen Vergleichswert aus Deutschland heraus, sieht man, dass im Jahre 1999 noch rund 92,5 % der dort genehmigten Patentanmeldungen ausschließelich von Männern und nur rund 1,46% ausschließlich von Frauen eingebracht wurden.

Eine Abschaffung der Zwangsdienste wird letztlich dazu führen, dass im Verhältnis zu den Frauen wieder mehr Männer studieren werden. Politisch neu inszinierte Unwegsamkeiten, wie eine Verkürzung der Bezugszeiten der Familienbeihilfe, eine Erhöhung der Beitragszahlungen beim Rückkauf von (Pensions)Versicherungszeiten, eine Ausdehnung der Studienzeiten im Bachelor-, Master- und Doktoratstudium werden sowohl bei Frauen als auch bei Männern dazu beitragen, dass weniger junge Menschen sich für ein Studium entscheiden; meines Erachtens hier wiederum zu Gunsten der jungen Männer. Fazit: Auch hier ist die Zukunft, ohne weitere Maßnahmen der „positiven Diskriminierung“ nicht weiblich!

Die Vergangenheit, was den Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung betrifft, war in der Tat weiblich. Im Jahre 1981 befanden sich unter der Jahresdurchschnittsbevölkerung von 7.568.710 Personen 3.988.477 Frauen, was einem prozentualen Anteil von 52,69 entspricht. Quantitativ betrachtet gab es zu diesem Zeitpunkt in der österreichischen Bevölkerung 408.244 Frauen mehr als Männer. Bis zum Jahr 2009 verringerte sich trotz Zunahme der Gesamtbevölkerung und Zunahme unter sowohl dem männlichen als auch dem weiblichen Bevölkerungsanteil die Differenz zwischen männlicher und weiblicher Bevölkerung. Frauen stellten 2009 rund 51,29 % der Gesamtbevölkerung (8.363.040). Die Zuwachsraten zwischen 1981 und 2009 betrugen nur 7,03 im Gegensatz zu 13,75 % bei den Männern. In Verhältniszahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass während im Jahr 1981 noch 1,11 Frauen auf einen Mann kamen, es im Jahr 2009 nur mehr 1,05 Frauen sind. Gemessen an den Bevölkerungszahlen wird die Zukunft Männlich sein.

Auch bezüglich der Lebensformen würde ich nicht davon ausgehen, dass die Zukunft weiblich ist. Man mag der feministischen Aktivierung des subjektiven Potentials positiv gegenüberstehen, propagiert sie doch Selbstverwirklichung und Ichbezogenheit an erster Stelle. Für die Gesellschaft ist dies in Extrema sowohl für Männer als auch für Frauen schädlich. Neben einer vielleicht positiv zu bewertenden Abnahme der Anzahl von Ehepaaren für Frauen und – wegen der aktuellen Gesetzgebung – vor allem für Männer, steht eine Zunahme von Ein-Eltern-Familien um 156% bis ins Jahr 2001. Ob die Zunahme der Alleinlebenden von 5,3 % im Jahr 1971 auf 13,7 % im Jahr 2009 bei den Männern und von 11,88% im Jahr 1971 auf 16,91% im Jahr 2009 bei Frauen ausschließlich auf Freiwilligkeit und Lebensfreude bzw. Selbstverwirklichung beruht, sei dahingestellt. So befreiend Selbstverwirklichung in der Jugend und dem mittleren Alter sein mag, so störend kann sie mitunter im Alter sein. Rund 60% der alleinlebenden Frauen sind älter als 60 Jahre und rund 41,6 % der alleinlebenden Männer sind zwischen 30 und 50. Hier von einer weiblichen oder männlichen Zukunft zu sprechen ist verfehlt. Hier möchte ich von einer gemeinsamen, gesellschaftlichen Zukunft sprechen, die weder männlich noch weiblich, die einfach menschlich sein sollte und ansonsten sowohl den Männern als auch den Frauen dauerhaft schadet.

Es hat sich in der Behandlung der verschiedenen Indices klar herausgestellt, dass die Zukunft nicht weiblich vielmehr männlich und was die Lebensformen betrifft wohl am ehesten gemeinschaftlich, „menschlich“ sein sollte und hoffentlich sein wird. Statistisch gesehen und dies seien meine Schlussworte, ist der folgende, auf die Vergangenheit gemünzte, kurze Absatz von Xenos, im übertragenen Sinne wohl auch für eine nahe Zukunft zutreffend.

Er meint in Medusa schenkt man keine Rosen (239):

Und so erben am Ende ausgerechnet diejenigen alle Zukunft, die über Jahrzehnte hinweg, Jahrzehnte, in welchen Männer die Raumfahrt erprobten, die Biologie revolutionierten und den Planeten mit dem digitalen Abbild ihrer Gedanken umhüllten, einzig ihren Bauch eroberten und mit den Mitteln der Diskriminierung, mit den Krücken der Quoten und teurer Eigenförderung auch einige lukrative Jobs, aber nicht einmal dies ohne Hilfe und Einvernehmen der Männer. Könnte Zukunft wirklich solcher Spezies vorbehalten sein? Wir meinen: nein.

__________

[1] Ich beziehe mich generell auf Daten, einzusehen unter statistik.at – Alle Angaben ohne Gewähr.

4 Kommentare zu „Ist die Zukunft weiblich?

    Manifold sagte:
    Dezember 20, 2011 um 12:52 pm

    Guter Artikel!

    Die feministische Behauptung, dass die Zukunft „weiblich“ sei, beruht auf so dermassen vielen Lügen, dass ich dazu lediglich hierauf verweise:

    http://sonsofperseus.blogspot.com/2010/07/die-zukunft-ist-weiblich-oder.html

    Maskulistische Grüsse,
    Manifold

      terminatus30 geantwortet:
      Dezember 20, 2011 um 2:23 pm

      Yep, die Statistik insofern sie überhaupt noch dahingehend erhoben wird, spricht eine andere Sprache.

    Patentanmeldungen « zum-mannsein-geboren sagte:
    Dezember 21, 2011 um 1:21 pm

    […] HomeAbout / Kontakt Artikel Kommentare Eine kurze Einführung – über meine Beweggründe ← Ist die Zukunft weiblich? […]

    Frauenhaus - Von Frauen. Für Frauen. sagte:
    Dezember 22, 2011 um 6:06 pm

    Ich fände es besser, wenn die Zukunft weiblicher wäre = Mehr Frauen als Männer, weil dann der Konkurrenzdruck unter den Frauen steigt.

    Ich schätze bei 60:40 könnten sich Männer die besten Frauen aussuchen und würden hofiert werden.

    Sobald es zu wenige Frauen gibt steigt der Wert der einzelnen Frau und der (sowieso schon vorhandene) Gentleman-Reflex der Männer wertet dann die verbliebenen Frauen zu sehr auf.

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