Promovieren in Österreich

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Auf dem Blog Alles Evolution wird des Öfteren darüber diskutiert, inwiefern oder ob Frauen in technischen Berufen beheimatet sind bzw. ein naturwissenschaftliches Studium wählen und dieses dann auch abschließen oder nicht. Um diese Frage zu eruieren, habe ich mir einige Statistiken auf statistik.at zu Gemüte geführt. Eine, wenn auch schon „etwas“ ältere, möchte ich kurz vorstellen.

Laut der Broschüre Promovieren in Österreich – Aktuelle Trends des Doktoratsstudiums fällt das Verhältnis Männer/Frauen, was den Promotionsquotienten betrifft, zu Gunsten der Männer aus – auch und vor allem in den Naturwissenschaften.

Die Autoren halten fest:

Für die Studienjahre 1999/00 bis 2003/04 ergibt sich eine durchschnittliche Promotionsquote von 16,8, d.h. auf 100 für das Doktoratsstudium berechtigende Erstabschlüsse kommen 16,8 Promotionen. In Grafik 3 sind die entsprechenden Werte für die einzelnen Fachrichtungen nach Geschlecht aufgeschlüsselt abzulesen:

In Grafik 3 sind die entsprechenden Werte für die einzelnen Fachrichtungen nach Geschlecht aufgeschlüsselt abzulesen. Zunächst spiegelt der Gesamtwert die bisherigen Ergebnisse wider, was die Selektivität des Doktoratsstudiums nach Geschlecht betrifft. Nach diesem Quotienten lässt sich anhand der Werte von 19,7 bzw. 13,5 feststellen, dass Männer fast anderthalb Mal so häufig promovieren wie Frauen. Eine gewisse Einschränkung bei der Interpretation dieses Quotientenwertes besteht darin, dass Frauen sehr viel häufiger einen Lehramtsabschluss bzw. einen Diplomabschluss mit der Studienfachrichtung Medizin5) erwerben als Männer. Gerade dies sind Abschlüsse, in denen das Doktoratsstudium traditionell eher die Ausnahme bildet. Wenn man bei der Berechnung diese beiden Studiengruppen ausschließt, ergeben sich allerdings immer noch Durchschnittswerte von 21,4 (Männer) zu 15,4 (Frauen), was einer Geschlechterrelation von 1,4 zu 1 entspricht.

Es mag zwar sein, dass mittlerweile mehr junge Frauen als junge Männer studieren – wenn wundert’s bei den Zwangsdiensten, die junge Männer leisten müssen -, das bedeutet jedoch keineswegs, dass auch vermehrt Frauen ein z.B. naturwissenschaftliches Studium mit einer Promotion abschließen, obwohl sie seit fast 20 Jahren dahingehend bevorzugt und/oder von Mama Staat ordentlich gepämpert werden.

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