„Weiblicher Sextourismus“ und die verniedlichende Darstellung auf welt.de

Gepostet am Aktualisiert am

Auf welt.de las ich gestern den nachstehenden Artikel „Reife Frauen auf einem erotischen Trip“:

Weiblicher Sextourismus gilt als Boom-Business in der Reisebranche: Reife Urlauberinnen erholen sich in den Armen exotischer Beachboys von der Einsamkeit in der Heimat. Doch die weißen Frauen wissen genau, dass nicht Liebe die „Bumster“ in ihre Arme treibt – die Männer hoffen auf ein besseres Leben.

Der ganze Artikel ist lesenswert. Er illustriert meiner Meinung nach ganz gut, wie diese Art von Sextourismus kleingeredet wird; es ja nur um Gefühle geht, „über Sex erst gar nicht gesprochen wird“, wenn die alten, fetten Schl… sich an nicht selten minderjährigen Jungen vergreifen, die natürlich! für Geld mit diesen „Schönheiten“ schlafen.

Weitere Quellen:
Female sex tourism
Female sex tourism: for love or money?
BOSTON — The arrests this week of 28 „beach boys“ in Indonesia — accused by the authorities of selling sex to female tourists — highlights a surging global phenomenon.

Die Jungen! werden inhaftiert, weil sie sich anbieten, nicht die „geilen“ Touristinnen.

Ein interessantes Video:

3 Kommentare zu „„Weiblicher Sextourismus“ und die verniedlichende Darstellung auf welt.de

    Zhen sagte:
    Dezember 13, 2011 um 12:17 pm

    „Die Jungen! werden inhaftiert, weil sie sich anbieten, nicht die „geilen“ Touristinnen.“

    Keiner sollte inhaftiert werden, auch nicht die Kunden. Du möchtest doch auch nicht, dass wie in Skandinavien die Freier kriminalisiert werden.

    „Doch die weißen Frauen wissen genau, dass nicht Liebe die „Bumster“ in ihre Arme treibt – die Männer hoffen auf ein besseres Leben.“

    Und genau deshalb, weil der ökonomische Aufstieg aus dem Elend das Motiv ist, ist männlicher Sextourismus weit weniger verwerflich (wenn überhaupt) als der weibliche. In dem Fall ist es nämlich tatsächlich Liebe bei beiden. Die arme Frau tut nichts anderes als die weniger arme Frau im Westen. Sie verkauft sich und empfindet die Versorgung durch einen Mann als Liebe. Die Liebe der Drittweltfrau ist vermutlich noch viel größer, weil der westliche Mann so viel reicher ist als die Männer in ihrem Land, die sie links liegen lässt. So eine Beziehung hat auch realistische Chancen, länger zu dauern. Die weibliche Sextouristin hingegen wird wohl kaum auf Dauer die Versorgerin spielen wollen. Somit bleibt es dann beim Almosen für „Beachboys“, die aus dem Elend nicht herauskommen und sich weiter als Sexarbeiter verdingen müssen und irgendwann an den Geschlechtskrankheiten der sauberen weißen emanzipierten Femis dahinsiechen. Feministinnen, ihr braucht für Sex nicht verreisen. Hier gibt es genug Männer, die ihr für Sex bezahlen könnt. Das Bedürfnis nach Sex im Ausland erwächst also nicht mal einer realen Not im Heimatland wie beim männlichen Sextourismus. Rassismus gegen weiße Männer ist das Motiv und Rassismus gegen schwarze Männer das Resultat.

      terminatus30 geantwortet:
      Dezember 13, 2011 um 12:35 pm

      „Keiner sollte inhaftiert werden, auch nicht die Kunden. Du möchtest doch auch nicht, dass wie in Skandinavien die Freier kriminalisiert werden.“

      Soweit es sich um erwachsene Menschen handelt, keine Nötigung usw. vorliegt, stimme ich dir natürlich zu. Das skandinavische Beispiel ist ein sehr gutes. Männliche Sexualität ist schlimm, daher sind die Freier schuld. Punkt. Weibliche Sexualität ist erhaben, rein, daher sind selbst bei weiblichen Sextouristinnen die männlichen Anbieter schuld. Punkt. Und der Sex ist sicher nur sinnlich und „rein“, in Missionarsstellung mit weißem Bettlaken zwischen den Körpern – wer’s glaubt 😉

      „Somit bleibt es dann beim Almosen für „Beachboys“, die aus dem Elend nicht herauskommen und sich weiter als Sexarbeiter verdingen müssen und irgendwann an den Geschlechtskrankheiten der sauberen weißen emanzipierten Femis dahinsiechen.“

      Sehe ich auch so.

      „Rassismus gegen weiße Männer ist das Motiv und Rassismus gegen schwarze Männer das Resultat.“

      Eine interessante Beobachtung, darüber sollte man einmal nachdenken.

    Männerrechte (@maennerrechte) sagte:
    Dezember 27, 2012 um 7:39 pm

    Ihr wisst ja sicher Bescheid: solltet Ihr Männer mal als Sextouristen nach Thailand fliegen, seid Ihr Dreckschweine und Frauenausbeuter, verabscheuungswürdige Halbmenschen. So ähnlich hat man das jedenfalls oft genug gehört.

    SextouristINNEN betreiben hingegen Entwicklungshilfe und sind selbst Opfer, sie werden nämlich von ihren Prostituierten ausgebeutet.

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/446#/beitrag/video/1802474/Kino:-Liebesparadies-f%C3%BCr-Frauen-%C3%BCber-50

    Dieser Filmtipp (von Luzia Braun) für den Spielfilm „Liebesparadies für Frauen über 50“ von Ulrich Seidl wurde heute im ZDF-Morgenmagazin gesendet.

    Danach habe ich mir überlegt, ob nicht die jahrelange Ausübung von Feminismus vielleicht das Gehirn angreift.

    Und tatsächlich, ich habe etwas gefunden, das tatsächlich darauf hinweist: Rassismus macht dumm http://www.pm-magazin.de/a/rassismus-macht-dumm
    Das könnte natürlich auch auf den feministischen Geschlechterrassismus zutreffen…

    Andererseits halte ich den in letzter Zeit häufig ausgemachten „Rassismus gegen weiße Männer“ für kontraproduktives Gerede, weil es die Menschen entzweit und weil es damit nicht besser ist, als die sogenannte Politische Korrektheit.

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