Diskriminierung männlicher Tiere!

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Neulich bin ich auf vegan.at – nein, ich bin selbst kein Veganer – auf einen interessanten Beitrag gestoßen.

Userin denkerin88 meint darin:

Wieso werden eigentlich männliche Tiere so diskriminiert?
Ich möchte da jetzt hauptsächlich das Thema Hühner ansprechen.
Ich finde es eine Frechheit das so viele Hähne einfach aussortiert und gleich ermordet werden.
Viele Leute regen sich auch auf wenn in ihrer Umgebung um 5 Uhr morgens ein Hahn kräht. Am Land ist das so und man sollte sich doch freuen das es überhaupt noch so viele schöne Tiere gibt, oder was meint ihr?
Ich weiß aus eigener Erfahrung welche Probleme man hat wenn man einen Hahn haben will und es einen Nachbarn stört.
Findet ihr sowas normal?

Abgesehen von der inflationären Verwendungsweise von „diskriminiert“, der – von mir aus immer wieder kritisierten – eins-zu-eins Übertragung des Anthropologischen auf das Tier, ist der Gedankengang interessant.

Wie gehen Genderistinnen denn mit männlichen Tieren um? Werden diese in ihren traditionellen Rollen belassen? Diskriminiert ein Löwe die Löwin, wenn er nicht bei der Aufzucht hilft? Wenn nein: Warum sollte ein Mann dies dann tun? Wäre eine solche, aufgezwungen Verhaltensweise dann nicht umgekehrter Biologismus?

2 Kommentare zu „Diskriminierung männlicher Tiere!

    Christian - Alles Evolution sagte:
    November 30, 2011 um 9:47 am

    Das Gegenargument ist ja hier, das der Mensch eben seine biologische, triebhafte Seite hinter sich gelassen hat. Wie das mittels Evolution geschehen sein soll und warum wir uns noch genauso Verhalten als hätten wir die biologischen Grundlagen wird meist leider nicht erörtert.

    terminatus30 geantwortet:
    November 30, 2011 um 10:13 am

    Mir scheint Kulturrelativismus, Gleichstellungsfeminismus und Tierrechtsbewegung schließen sich aus logischen Gründen basal aus, wenngleich nicht wenige Vertreter der einen Richtung auch zur den anderen tendieren, die Schnittmenge wohl vorhanden ist.

    Hätte der Mensch seine biologische Seite überwunden, würden wir wohl in der Regel Kinder nicht so zeugen, wie wir es tun. Die Funkton von Sexualität in unserer Gesellschaft ist unbestritten. Auch dieses Argument läuft schließlich darauf hinaus, dass unser Geist, unsere Vernunft uns dazu befähigt zu erkennen, dass es doch „besser“ ist, wenn Männer vermehrt Aufgaben, welche traditionell von Frauen erledigt wurden, erledigen.

    Verweigere ich mich dennoch dagegen und man entgegnet mir, dass es unvernünftig ist, ich nicht einsichtig bin, dann kann ich einen umgekehrten Biologismus geltend machen. Das Argument erscheint mir nachvollziehbar zu sein.

    Ebenfalls das Argument der Diskriminierung von Cissexuellen, heterosexuellen Jungen und Männern. Sehen die Jungen nur noch „vertauschte“ Rollenbilder in Werbung und den Medien generell, dann werden sie diskriminiert, da sich keine Vorbilder generieren lassen, welche für ein gesundes Aufwachsen konstitutiv sind.

    Ich habe dazu gepostet:

    https://zummannseingeboren.wordpress.com/2011/11/06/die-diskriminierung-der-cissexuellen/

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