„Die Akte Jane“ ist nur heiße Luft

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Wer von euch kennt das? Ihr sitzt zu Hause mit eurer Liebsten, zappt durch das Fernsehprogramm und landet bei einem Actionfilm – Uniformen, Seals, rauhe Gangart. Genau das, was Mann jetzt braucht.

Auf den ersten Blick uninteressant für eure Liebste, doch dann robbt Demi Moore in Die Akte Jane, so heißt der Film nämlich, über den Bildschirm und plötzlich dreht sich bei der doch so emanzipierten Prinzessin alles darum, dass Frauen eben auch in Eliteinheiten gehören würden.

Dieser Film zeigt es doch, dass „wir“ Frauen das gleiche leisten können wie ihr Männer, dazu brauchen wir gar keine Quoten! Der Film beruht sicher auf einer wahren Begebenheit, sicher!

Na bravo! Jetzt fehlt nur noch, dass das Patriarchat daran schuld sein soll, dass weniger Frauen als Männer im Militär dienen und wer das bestreitet, sowieso nur ein diskriminierender Sexist ist: „Nicht Schatz!“ – Gott sei Dank nur gedacht und nicht gesagt.

Da man so stante pede keine abrufbaren Gegenargumente zur Hand hat, beläßt man es dabei – die Gedanken sind ja bekanntlich frei -, nickt zustimmend, erfreut sich am Anblick der durchtrainierten Demi Moore und läßt seine Freundin weiter plappern.

Doch dem muss nicht so sein. Ein Maskulist weiß nämlich, dass Die Akte Jane nur ein Film ist, die Realität anders aussieht. Ein Maskulist informiert seine Partnerin darüber, auch wenn er damit riskiert, dass sie am selben Abend als Retourkutsche noch einen Migräneanfall vortäuscht.

Geht man auf die Website der „Navy SEAL’s“, dann sieht man, dass es einiger Grundvoraussetzungen bedarf um ein Navy SEAL werden zu können. Eine davon ist, „be male“ – ein Mann zu sein:

In addition to the other requirements listed on this website, applicants must be able to obtain a secret security clearance, be male and must remain morally, mentally and physically qualified.

Erfüllt man die Grundvoraussetzungen, darunter auch, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu haben und nimmt an den Tests teil, dann merkt man sehr schnell, warum diese Spezialeinheit „a man’s world“ ist. Meiner Meinung nach würden sicherlich an die 90% der männlichen Bevölkerung über 18 an diesen Tests scheitern. Wie meine Meinung zu Frauen in diesen Einheiten ist, habe ich in diesem Artikel zu zeigen versucht.

Doch sehen wir uns den Physical Screening Test genauer an und ziehen wir Vergleiche.

Ein SEAL-Anwärter muss, wie aus der Grafik ersichtlich wird, u.a. in zwei Minuten mindestens 42 Push-ups (Liegestütze) machen und etwas mehr als 2,4 km in einer Zeit unter 11 Minuten laufen können. Diese „Minimalwerte“ werden jedoch in aller Regel nicht zu einer Aufnahme führen. Vergleichen wir hierzu die Leistungen, welche Anwärterinnen für das BH, nicht eine Spezialeinheit hieraus, in Österreich nachweisen müssen, dann ergibt sich folgendes Bild:

Quelle: http://www.bundesheer.at/karriere/frauen/images/pdf/limits.pdf

Es zeigt sich aus beiden Schaubildern, dass ein Bewerber für die SEALS das 5fache an Liegestützen schaffen und um 17 % – das sind Welten – schneller beim 2400(14)m-Lauf sein muss als dies für eine heimische Frau als Minimalanforderungen an die körperliche Fitness für den Eintritt in das Österreichische Bundesheer vorgeschrieben wird. Bei 348 Frauen – anteilig 2% – im Heer (2010), vermute ich, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass Frauen diese Anforderungen erbringen können und wenn, dann sollte es – schon rein aus biologischen Gründen (relative Kraftleistung um 30 – 40% höher) – immer noch mehr Männer geben, welche in den Tests besser abschneiden als die sich bewerbenden Frauen.

Solange noch bessere Männer aus dem gesellschaftlichen Pool generierbar sind stellt sich die Frage nach einer G.I. Jane für mich letztlich also nicht.

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