Woran erkennt man den Zeitgeist?

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Aus der Extra-Ausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mittwoch habe ich aus dem Artikel „Mädchen wählen die klassischen Frauenberufe“ folgendes entnommen:

Mehr als die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge in Tiriol entscheidet sich aus den 91 Lehrberufen nach wie vor für einen klassischen Frauenberuf.

Interessant die normative Verstrickung, die normative Kraft des Faktischen: nach wie vor und klassisch (weiter unten nur).

Doch nicht genug. Betrachten wir die Artikel mit dazugehörigem Bild finden wir:

  • Titelbild: Rothaariges Mädchen erträumt sich die Welt
  • „Innsbruck wieder fest in Studentenhand“ mit der Abbildung der Studentinnen Kalin und Kaynarca
  • „Lesen bringt’s – egal was und wie lange“ mit der Abbildung eines rothaarigen Mädchens beim Lesen
  • „Das Knurren der Tigerbabys“ mit der Abbildung zweier kleiner Mädchen aus Shanghai
  • „Nicht von einem anderen Stern“ mit der Abbildung zweier Mächen und Untertitelung:
    „Die galaktischen Forscherinnen tauchen im Volkskunstmuseum in die Geschichte ein“
  • „Technische Berufe werden besser bezahlt“ mit der Abbildung eines weiblichen Lehrlings und eines Ausbildners mit der Untertitelung
    Nur acht Mädchen lassen sich derzeit in Tirol zur Kfz-Technikerin ausbilden“
  • „Das ausgelagerte Wissen“ – einem Mädchen geht das Licht auf.
  • „Stams – mehr als nur Goldschmiede“ mit der Abbildung von Fußball spielenden Mädchen

Propaganda, in der Tat!

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