Der Mann als Witzfigur – oder doch nicht (mehr) so ganz?

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Auf web.de habe ich heute einen, wie so oft einen männerfeindlich wirkenden Artikel entdeckt. Der übliche, dem Zeitgeist geschuldete Mist; wieder ein misandrisches Surrogat feministischer Agitation, welches sich „klassischer Rollenbilder“ nur dann bedient, wenn es Männer zu verunglimpfen, sich über sie als „von wegen starkes Geschlecht“ lustig zu machen gilt. Das dachte ich, als ich den Titel las und den Text überflog. Doch falsch gedacht – teilweise zumindest.

Von wegen starkes Geschlecht: Die Krise des Mannes

Der Artikel scheint einerseits die Werbetrommel für das neue Buch des Psychotherapeuten, Mediziners und „Männerexperten“ Professor Dr. med. Matthias Franz zu rühren und andererseits, was für mich viel wichtiger ist, endlich einmal die Fakten auf den Tisch zu legen:

– Männer erleiden drei bis vier Mal häufiger einen frühen Herztod als Frauen

– Männer sind häufiger Opfer von Gewalt- und Unfällen

– Männer begehen drei Mal häufiger Suizid als Frauen

– Männer sterben im Schnitt fünf Jahre früher als Frauen

Doch was sagt der Autor laut dpa dazu: „Männer haben oft Angst, sich zu öffnen, Schwächen einzugestehen und Hilfe anzunehmen“; das ist ein Mitgrund für die verkürzte Lebenszeit der Männer – so jedenfalls die Aussage. Die Klosterstudie scheint dem Herrn Professor nicht bekannt zu sein. Es könnte natürlich auch sein, dass sich Klosterbrüder lang und breit über ihre Wehwechen in Selbsthilfegruppen austauschen und sofort professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn eine Flatulenz zu entweichen droht. Ich ziehe eine solche Möglichkeit jedoch eher in Zweifel.

Vielleicht könnte es ja auch einfach daran liegen, dass Männer im Schnitt genetisch-biologisch mitbedingt anders ticken als Frauen. Vielleicht hat der Kommentator „trypsin“ partiell recht, wenn er schreibt:

Das ist eine typisch weibliche Denkweise. Probleme muss man lösen, Gefühle verstehen und gegebenfalls verändern, aber mit anderen darüber reden hat noch nie jemandem was gebracht

Doch weiter zu den Fakten:

– Männer werden in Funk und Fernsehen als „Trottel, eitle Gockel und/ oder Gewalttäter“ karikiert

User „GegenwindM“ meint gar:

Im Grunde sollten wir Männer uns vor die Glotze hocken und stillschweigend Bier trinken, denn wir können und wissen sowieso nix.

– Jungen werden in Kindergärten und Schulen, von überwiegend weiblichem Lehrpersonal femisiert, angepasst und kommen selbst in ihrem Eltern- oder wohl besser Mutterhaus oft nur mit Frauen in Kontakt – 90% der Alleinerziehenden sind Frauen!

Und es gebe noch Vieles hinzuzufügen!!

Schade, dass sich Franz und andere immer noch im feministischen Paradigma der Angleichung des Mannes an die Frau, des devianten männlichen Geschlechts am weiblichen – „an ihm soll es genesen“ – orientieren.

„Männer sprecht über eure Gefühle und Probleme“ raten die Experten um Franz. Wenn wir das aber gar nicht wollen, Herr Franz, was dann? Weiterbringen wird uns das nicht. Das führt nur in die Resignation, beweist ja gerade die Wirklichkeit – nicht die Scheinrealität des Elfenbeinturmes -, dass viele Frauen eben den Macho in der Realität anziehend finden oder wie „snakesantos“ es überspitzt ausdrückt:

Jeder weis mittlerweile, das der gefühlvolle, sensible und ehrliche Mann in unser Gesellschaft nach Hause gehen kann. Ich kenne zahllose Beispiele (inkl. myself) wo solche Männer in Beruf und bei Frauen versagt haben und alleine sind oder Burn out und Depressionen haben. Der arrgoante und „selbstbewusste“ Mann, der Bescheisser und hörig Macher ist der Erfolgreiche, der Verheiratete und der, der „im Leben steht“.

Es sind Maskulisten wie Arne Hoffmann und Der! Maskulist schlechthin Michail Savvakis, die mir die Augen geöffnet haben. An ihnen sollten wir uns orientieren und nicht an dem Staatsfeminismus sich anbiedernden Lakaien.

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